Internetbetrüger zocken doppelt ab

Vorsicht vor Internet-Abzocke: Betrüger gehen derzeit online auf Beutezug. archiv
Vorsicht vor Internet-Abzocke: Betrüger gehen derzeit online auf Beutezug. archiv

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25. Mai 2012, 05:04 Uhr

Lübz | Mit dreisten Betrugsmaschen machen Diebe im Internet nun Jagd auf die Geldbörsen der Bürger in unserer Region. Seit kurzem werden bei der Polizei des Landkreises Ludwigslust-Parchim vermehrt gleich zwei Betrugsmaschen aus dem Internet zur Anzeige gebracht. Mache eins: Bisher unbekannte Täter versenden eine Vielzahl von E-Mails, in der fälschlich behauptet wird, dass der Empfänger eine kostenpflichtige Premium-Mitgliedschaft auf der Seite www.meinestadt.de abgeschlossen hat. Die Rechnung in Höhe von 326 Euro soll in Kürze vom Konto abgebucht werden. Als Anhang wird in der E-Mail eine ZIP-Datei mit der angeblichen Rechnung übersandt. Diese Datei enthält ein Schadprogramm mit einem Trojaner, welcher beim Neustart des Computers den Bildschirm sperrt und den Nutzer auffordert einen Betrag von 100 Euro per u-cash zu überweisen. Von der Öffnung der Datei oder der Überweisung per u-cash wird dringend abgeraten. Zur Entfernung des Trojaners sollten sich Betroffene an eine Fachwerkstatt wenden. Der Betreiber der Website www.meinestadt.de hat bereits Anzeige gegen die Täter erstattet.

Die zweite Masche ist nicht weniger dreist: Eine meist über das Internet auf den PC des Nutzers gelangte Schadsoftware gaukelt vor, dass durch Behörden oder Institutionen (Beispielsweise Bundeskriminalamt, die GeMa, die GVU oder einer amtlichen klingenden Pseudogesellschaft) der Computer gesperrt worden sei. Begründet wird diese Sperrung des Computers dann mit angeblichen Verstößen gegen das Urheberrecht und/oder sonstigen Straftaten im Internet. Eine "Entsperrung" des Computers erfordert eine Zahlung des Nutzers mittels verschiedener angebotener unbarer Zahlungsmethoden. Die geforderten Beträge bewegen sich zwischen 50 und 200Euro als "Ersatzstrafe".

Die Polizei warnt eindringlich vor dieser Betrugsmasche. Möglicherweise gibt es bereits Opfer, die den Schwindel noch nicht bemerkt oder zur Anzeige gebracht haben. In solchen Fällen sollte sofort Kontakt mit der Polizei aufgenommen werden.

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