EKZ Lübz : Insolvenz Grund für Baustopp

kik-Markt und Blumenladen befinden sich bereits in neuen Räumen. Der flache Bau hinten rechts wird abgerissen. Fotos: Ilja Baatz
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kik-Markt und Blumenladen befinden sich bereits in neuen Räumen. Der flache Bau hinten rechts wird abgerissen. Fotos: Ilja Baatz

Der Eigentümer des Lübzer Einkaufszentrums hält unabhängig von der Pleite des Generalunternehmens an der Millioneninvestition für die Immobilie fest.

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16. Mai 2017, 19:00 Uhr

Viele Leser haben sich und auch uns schon gefragt, wie es mit der seit Monaten ruhenden Umgestaltung des Einkaufszentrums (kurz EKZ) weitergeht. Bereits im März vergangenen Jahres hatten wir berichtet, dass die rund 4,8 Millionen Euro teuren Arbeiten Ende 2017 abgeschlossen werden sollten.

Eigentümer der Immobilie mit einer Gesamtnutzfläche von rund 14 800 Quadratmetern ist die Tübinger fairvesta Group AG. Nach Anfragen bei verschiedenen Mitarbeitern des großen Unternehmens zu den Ursachen des Stillstandes hat sich jetzt der Handlungsbevollmächtigte Otmar Knoll geäußert: „In unserem Bauvorhaben EKZ Lübz ist es leider durch die Insolvenz des Generalunternehmens und dessen Planungs- und Architekturbüros zu einer zeitlichen Überschreitung und Verschiebung gekommen.“

Zur Erklärung: Der Generalunternehmer erbringt in der Regel sämtliche Bauleistungen. Das Bauwerk wird somit meistens schlüsselfertig von ihm erstellt. Im Gegensatz zum Alleinunternehmer hat der Generalunternehmer mit dem Bauherrn vereinbart, dass er (Teil-) Leistungen an Sub- oder Nachunternehmer weitervergeben darf. Dies ändert aber nichts an der Tatsache, dass er einziger Vertragspartner des Bauherrn ist und die volle Verantwortung für die Gesamtleistung zu tragen hat. (Quelle: Wikipedia)

„Es ist von uns geplant, das Bauvorhaben wie ursprünglich beabsichtigt zu revitalisieren“, sagt Knoll. „Nach der Insolvenz des Generalunternehmens müssen die Leistungen aber neu ausgeschrieben werden, was zu einer weiteren Verzögerung führt.“ fairvesta sei trotzdem zuversichtlich, seine Planung bis zum Jahresende umsetzen zu können. Die Einwohner von Lübz und des Umlandes, die gern im EKZ einkaufen gehen, bitte das Unternehmen um Verständnis für die Verzögerung oder auch dadurch entstandene Unannehmlichkeiten.

Dort, wo früher auch diverse kleinere, zuletzt vielfach schon nicht mehr vermietete Geschäfte untergebracht waren, präsentierte sich das Gebäude bereits im März vergangenen Jahres größtenteils ohne Zwischenwände, um die neuen Pläne ohne Einschränkungen umsetzen zu können. Der Vorbau mit Eingang am Kopfende soll bis zum Beginn des Hauptgebäudes abgerissen werden. Auf die Frage, warum in einem erst 1993 errichteten Gebäude schon so bald danach die Abrissbirne zum Einsatz kommt, hatte der fairvesta-Vertreter geantwortet, dass die vor 24 Jahren noch umgesetzte Kleinteiligkeit heute nicht mehr zeitgemäß sei. Nur mit der neuen Planung könne es gelingen, „den schwächelnden Standort wieder mit Leben zu erfüllen“, hieß es damals.

Entscheidende Veränderungen sind der Planung zufolge unter anderem der Bau eines neuen ALDI-Marktes auf der Fläche des abgerissenen Anbaus direkt am EKZ und eines Rossmann-Drogeriemarktes etwa dort, wo sich früher unter anderem „Schlecker“ befand. Alle Maßnahmen haben zur Folge, dass der bisherige Mittelflur fast komplett verschwindet. Nicht verändert werden der Sky-Markt und die auf der von seinem Eingang aus gesehen rechten Seite gelegenen Räume.

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