Kultur pur : In Öl verewigt: Die Liebe zur Heimat

Von Kollegin zu Kollegin: Über diesen Besuch freute sich Ursel Herrmann besonders, schließlich ist Marianne Thiele ihre Lieblingskollegin gewesen.
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Von Kollegin zu Kollegin: Über diesen Besuch freute sich Ursel Herrmann besonders, schließlich ist Marianne Thiele ihre Lieblingskollegin gewesen.

Neue Ausstellung mit Bildern von Ursel Herrmann in Kuppentiner Kirche eröffnet

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06. Juli 2015, 13:00 Uhr

Frühling, Sommer, Herbst und Winter – die vier Jahreszeiten. Eingefangen mit dem Fotoapparat, verewigt in Öl. Ursel Herrmann bleibt bescheiden. „Künstlerin will ich nicht genannt werden“, sagt sie mit Ausdruck bei der Ausstellungseröffnung in der Kuppentiner Kirche. „Hobbymalerin“, trifft es eher, sagt die Neu Poserinerin und lächelt ihre Gäste an. Überredungskunst hat es gebraucht, wie Ursel Herrmann gesteht, damit sie einige ihrer Ölbilder in der Kuppentiner Kirche ausstellt. Christa Ansorge, vom Förderverein Kuppentiner Kirche e.V., ist hartnäckig geblieben. Und so konnte nun die Ausstellung „Die Weite Mecklenburgs in den vier Jahreszeiten“ am Sonnabend eröffnet werden.

Mecklenburg – das ist es, was verbindet. Nicht nur die Aussteller, sondern auch die Besucher, die regelmäßig zu den Eröffnungen des Fördervereins ins kleine Dörfchen Kuppentin fahren. Mecklenburg – der rote Faden, der sich durch den Veranstaltungskalender des Fördervereins zieht. Zumindest bei der Kunst in diesem Jahr. Jetzt ist es die „Weite Mecklenburgs“ in Öl, vor wenigen Wochen war es noch eine „Liebeserklärung an Mecklenburg“ auf Fotopapier von Günther Schulz. Hier schließt sich der Kreis. Ob Fotografien von Günther Schulz oder Ölmalerei von Ursel Herrmann – beide lieben ihre Heimat, beide lieben ihr Mecklenburg und das kommt in ihren Bildern zum Ausdruck.

Ursel Herrmann lebt mittlerweile seit 14 Jahren in Neu Poserin, war früher Lehrerin, hat auch eine Zeitlang in Kroatien verbracht. „Doch Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen, war schwierig“, erzählt Werner Ansorge vom Förderverein. Da blieb das Malen auf der Strecke.

Doch dann kam der Vorruhestand und ein Traum konnte in Erfüllung gehen. Inzwischen sind mehr als 130 Bilder entstanden. Einen Teil davon können Besucher jetzt in der Kuppentiner Kirche bewundern.

Frühling, Sommer, Herbst und Winter – vier Jahreszeiten, ein Thema: Die Weite Mecklenburgs. Ursel Herrmann steht bestimmt schon wieder an ihrer Staffelei mit Pinsel und Ölfarben bewaffnet. Denn Kunst braucht Zeit – auch wenn es „nur“ ein Hobby ist.  

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