Augzin : In Mimis Keksmanufaktur gibt’s „Hygge“

Führen die Familientradition des Backens fort: Die Geschwister Benjamin Volk und Miriam König zaubern für das Café im Forsthof Mestlin und verwöhnen ihre Mitmenschen der Heilgemeinschaft Aurea Arcadia aus Augzin.
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Führen die Familientradition des Backens fort: Die Geschwister Benjamin Volk und Miriam König zaubern für das Café im Forsthof Mestlin und verwöhnen ihre Mitmenschen der Heilgemeinschaft Aurea Arcadia aus Augzin.

Miriam König und Benjamin Volk vom Ichthys e.V. aus Augzin backen mit Leidenschaft und einer besonderen Zutat – dem dänischen Gefühl für Gemütlichkeit

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10. Dezember 2017, 05:00 Uhr

Zimt-Walnuss-Kringel, Mokka-Törtchen, Apfel-Marzipan-Gitterkuchen... Leckermäulern läuft bei diesem Angebot bestimmt das Wasser im Mund zusammen. Den Besuchern des Forsthof-Cafés in Mestlin sicherlich auch. Das Café ist voll besetzt, Johannes Gössling flitzt zwischen den Stühlen hin und her, bedient die Gäste mit Wasser, Tee, Kaffee sowie mit Kuchen, Keksen, Torten. Benjamin Volk unterhält sich. Unverkennbar – er ist der Bäckermeister in diesem Café, unter anderem. Seine Uniform verrät ihn auf Anhieb. Seiner Schwester Miriam König gehört „Mimis Keksmanufaktur“, die seit Bestehen des Vereins Ichthys e.V. aus Augzin ein Standbein der Heil- und Seminargemeinschaft Aurea Arcadia ist. Bruder Benjamin ist sozusagen ihr Angestellter. Doch so sehen es die beiden Geschwister sicherlich nicht. Schließlich haben sie die Backkunst und -leidenschaft gemeinsam. Was nicht schwer ist, schließlich besteht die Backtradition seit vielen Jahrzehnten. „Unsere Mutter Rebekka Ullmann leitet die Küche im Forsthof“, erklärt Benjamin Volk.

In Berlin aufgewachsen, kennen die Geschwister das Großstadtleben. Wissen das ländliche Leben in Augzin und Mestlin jetzt zu schätzen. „Das ist schon verrückt. Mit unserem Angebot im Café verdienen wir an einem Wochenende mehr als in einer Woche in Berlin-Mitte“, erzählt Miriam König. Die Mutter von fünf Kindern hat sich vor allem den Keksen verschrieben. „Ich war von Keksen immer enttäuscht. Die waren mir zu fad“, verdeutlicht Miriam König. Vor allem Cookies hatten es der jungen Frau angetan. „Ich habe ein eigenes Rezept entwickelt mit einem buttrigen Geschmack.“ Experimentiert wird aber auch mit Gewürzen, um die Geschmacksknopsen anzuregen. In der Weihnachtszeit dürfen aber auch „Mimis“ Vanillekipferl nicht fehlen. Ihr Bruder Benjamin kümmert sich vor allem um Torten, Hefeteige, Stollenkonfekt... „Unsere Stollen werden nach einem Familienrezept gebacken“, sagt Benjamin Volk. „Nach Dresdner Art“, wirft er noch hinterher. Pfefferkuchen und ungarischer Baumstriezel runden das Angebot ab. „Wir verschicken unseren Stollen und die Pfefferkuchen mittlerweile auch. Die Leute lieben das einfach“, sagt Miriam König, die noch immer ganz begeistert ist vom Erfolg ihrer Keksmanufaktur und des Cafés am Mestliner Forsthof.

Bevor das Wochenende startet, legen die beiden Geschwister in der heimischen Küche los. Eingekauft wird in Goldberg. „Die kennen uns schon. Wenn wir kommen, dann wird ’ne extra Kasse für uns geöffnet“, erzählt Mimi und lächelt. Zwischen zehn bis zwölf Stunden – auf zwei Tage aufgeteilt – werkeln die beiden in der Küche. Wiegen ab, mischen, kneten, verzieren... Der Backofen glüht. Für die beiden gibt es nichts Schöneres. „Wir sind mit großer Leidenschaft dabei“, so Miriam König.

Von Kindesbeinen an kennen die beiden nichts anderes. Ihre Mutter Rebekka Ullmann hat in Berlin schon die Kollegen kulinarisch verzaubert. Viel mit ayurvedischer Küche, indisch und asiatisch ebenfalls. Benjamin Volk und Miriam König probieren ebenfalls die unterschiedlichsten Küchen aus. „Wir lassen uns auch von der skandinavischen Küche inspirieren“, erläutert Miriam König. Dabei werden die Torten ganz anders verziert als bei deutschen Leckereien. Um Torten soll es bei den Geschwistern auch im kommenden Jahr verstärkt gehen. „Wir wollen ein Seminar in Güstrow besuchen. Dabei geht es um mehrstöckige Torten“, erzählt Benjamin Volk. „Du hast schon eine sehr schöne mehrstöckige Torte zu meiner Hochzeit gemacht“, wirft Mimi ein.

Brandteig oder Baiser – die Geschwister kennen keine Grenzen bei ihrer Backkunst. „Wir lieben ausgefallene Sachen. Wir machen auch Torten auf Bestellung“, sagt Miriam König. Ihr und ihrem Bruder Benjamin Volk ist vor allem eines wichtig: „Jeder sollte das dänische Hygge-Gefühl haben“, sagt Mimi. Was so viel bedeutet wie Gemütlichkeit. In Mimis Keksmanufaktur im Forsthof-Cafe Mestlin ist es auf jeden Fall zu spüren. Einfach hyggelig.

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