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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

22. November 2017 | 08:38 Uhr

KUnst und Kirche : Im Endspurt zum Kinderkirchentag

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Förderschule des Diakoniewerkes lädt am 27. Juni auf das Klostergelände ein. Kunstwoche zur Vorbereitung des Festes erfolgreich abgeschlossen.

von
erstellt am 16.Mai.2015 | 12:00 Uhr

Eine Projektwoche zum Thema Kunst? Als Svea Krause, Schulleiterin der Förderschule im Dobbertiner Kloster, ihren Lehrern und Betreuern mit dieser Idee kam, war da nur wenig Begeisterung: „Wir und Kunst? Wo wir noch nicht mal einen Kunstlehrer haben?“ Doch trotz anfänglicher Skepsis fand die Kunstwoche statt. Gerade erst. Und was soll man sagen, die Lehrer und Betreuer haben sich Projekte ausgedacht und mit den Kindern im Vorfeld besprochen. Projekte, die ihre Kreativität förderten und handwerkliches Geschick forderten, die vor allem aber Spaß machten. „Jede unserer sechs Klassen hatte ihr eigenes Projekt“, erklärt Svea Krause. Die Kleinen etwa gestalteten einen großen bunten Regenbogen. „Das ist Matschepampe aus Kleister, Farbe und Sand“, erzählt Dustin und strahlt. Ihn kann man noch gut erkennen. Brian und Sarah, die sich mit ihren kleinen Händen ihr eigenes Bild mixen, sind längst schon viel bunter als ein Regenbogen. Aber das ist egal, wichtig ist, dass es Spaß macht. Und der ist nicht zu übersehen.

Mit viel mehr Ernst aber nicht weniger Elan sind Maik, John-Pierre und nochmal Maik ganz in ihr Projekt vertieft. Ihre Klasse, die Oberstufe 2 , klebt ein Mosaik aus kleinen Fliesenstücken. „Die Fliesen hat unser Lehrer mitgebracht und wir haben sie kleingehauen“, erzählt Maik. Das war am ersten Tag. Am zweiten Tag haben die Jungs ihr Mosaik fast fertig. Es zeigt einen Fisch „das Ursymbol des Christentums“, erläutert Klassenleiter Kay Schmidtke. Geduldig zeigt er seinen Jungs gerade, wie sie ihr Bild, das ganz bestimmt einen Platz in der Schule bekommen wird, wie sie es verfugen müssen. „Bevor es in die Werkstatt ging, haben wir recherchiert, was es mit dem Fisch auf sich hat.“ Gerade interessiert die Jungs das gar nicht. „Wir fugen und wenn alles trocken ist, machen wir die Oberfläche wieder blank, damit man den Fisch sehen kann“, informiert Maik und arbeitet weiter. Ganz langsam, ganz behutsam. Wie es Herr Schmidtke gezeigt hat.

In allen Klassenräumen wird gemalt, geklebt, ausgeschnitten und in der Mittelstufe sogar getanzt. Die Kunstwoche ist kurz, nur drei Tage lang, bevor es ins lange Wochenende geht. Also muss der Endspurt etwas rasanter ausfallen: Alles, was die Schüler jetzt und eigentlich schon seit Herbst vergangenen Jahres vorbereitet haben, soll beim „Kinderkirchentag“ unter dem Motto „Wir gemeinsam“ am 27. Juni auf dem Gelände der Förderschule im Kloster Dobbertin Verwendung finden. „Alle Arbeiten unserer Schüler sollen in der Unterkirche ausgestellt werden. Dazu Fotos von unseren Kunsttagen, die auch die Schüler selbst gemacht haben“ erzählt Svea Krause und freut sich schon auf die kleine Exposition. Zu sehen sein wird die voraussichtlich schon nach Pfingsten. Fest steht, dass sie über den Sommer stehen bleibt.

Alle zwei Jahre organisiert die Kirchgemeinde Benthen diesen Tag für die Kinder der umliegenden Gemeinden. Das hat Tradition. „Wir als Schule sind jetzt mit unserem Kirchentag dazwischengerutscht“, sagt Svea Krause und könnte sich vorstellen, dass der Wechsel alle zwei Jahre ebenso schöne Tradition werden könnte.

Weniger Tradition als vielmehr selbstverständlich ist, dass die umliegenden Kirchgemeinden den Schülern, Lehrern und Betreuern der Förderschule bei der Vorbereitung unterstützen. Ein umfangreiches Programm konnte so auf die Beine gestellt werden und wartet an diesem Tag auf Schüler der ersten bis zur sechsten Klasse. Sie können sich freuen auf bewegte Spiele, Bibelklanggeschichten, Trommeln, auf eine Klosterrallye „und sogar einen Regenbogenkuchen werden wir backen“, kündigt Svea Krause an. 10 bis 15.30 Uhr ist geplant - für die Kinder, die Eltern werden ab 14.30 Uhr zu Kaffee und Kuchen erwartet.

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