schlechtes Benehmen : Illegale Müllkippe: Fahndung läuft

Egal, ob Bauschutt, alte Farbeimer, Hausabfall oder Kanister mit Altöl: Das Gelände des Lübzer Krankenhauses haben viele als Müllkippe ausgemacht.  Fotos: Ilja Baatz
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Egal, ob Bauschutt, alte Farbeimer, Hausabfall oder Kanister mit Altöl: Das Gelände des Lübzer Krankenhauses haben viele als Müllkippe ausgemacht. Fotos: Ilja Baatz

Das Gelände des Lübzer Krankenhauses ist zum Dreckabladeplatz verkommen. Weiterhin bleibt die Belastung durch Hundekot und Hausmüll wird widerrechtlich in Papierkörben abgeladen.

svz.de von
06. März 2014, 00:00 Uhr

Lübz Auf dem Gelände des ehemaligen Krankenhauses laden Unbekannte seit längerer Zeit Müll ab. „In Größenordnungen“, wie Bürgermeisterin Gudrun Stein sagt. Jetzt kümmert sich das Bürgeramt um dieses Problem. Sein Leiter Thomas Rosenfeldt hat den Bauhof beauftragt, die schlimmsten Auswüchse zu beseitigen. Gefunden wurden dabei unter anderem auch Schulhefte mit Namen – hilfreich bei der Ermittlung zumindest eines Verursachers. Rosenfeldts Erfahrung: „Wenn man die Leute direkt damit konfrontiert,  geben sie es oft zu. Unabhängig davon kann ich so ein Benehmen nicht verstehen. Da werden zum Beispiel kistensweise Flaschen ausgekippt  und große Mengen Papier hingeworfen – und das,  obwohl keine 300 Meter vom alten Krankenhaus entfernt Container stehen, wo man beides los wird, ohne Geld zu bezahlen. Also nur Bequemlichkeit? Auf jeden Fall unmögliches Benehmen!“

Wer erwischt wird, bekommt eine Anzeige wegen illegaler Müllentsorgung, wofür dann der Landkreis zuständig sei. Die Strafe kann bis zu 1000 Euro betragen oder sogar mehr, wenn die Entsorgung des abgeladenen Abfalls teurer wird. „Sieht jemand, dass wieder Dreck auf dem Gelände abgeladen wird, sind wir für jeden Hinweis dankbar“, sagt der Amtsleiter. Zu erreichen ist die Verwaltung unter der Telefonnummer 03 87 31/ 507 - 0.

Das Krankenhausgelände ist allerdings  nicht das einzige Problem. Wie schon öfter berichtet, ist auch die Verunreinigung des Umfeldes von Containerstellflächen weiter aktuell (dazu soll es demnächst einen Gesprächstermin mit dem kreislichen Abfallwirtschaftsbetrieb in Lübz geben) und auf der jüngsten Amtsausschusssitzung kam außerdem zur Sprache, dass bestimmte Stellen in der Stadt durchgängig stark mit Hundekot verdreckt seien. „Ich habe eine Mitarbeiterin beauftragt, die genannten Orte zu überprüfen“, so Rosenfeldt. Außerdem denke man über den Bau eines Hunde-WCs nach und wolle das Netz der Standorte von Papierkörben vervollständigen, damit Hundebesitzer den Kot ihres Tieres möglichst schnell loswerden. Jeder ist verpflichtet, bei Spaziergängen mit dem Vierbeiner einen Beutel bei sich zu haben, um darin eventuell anfallende Exkremente  aufzunehmen. Diese Verordnung gilt für Lübz und die Gemeinden Marnitz, Gallin-Kuppentin sowie Suckow bereits seit 2010. „Viele richten sich danach, aber mir ist auch schon aufgefallen, dass einige den Dreck zwar eintüten, dann aber liegen lassen oder erst einmal nach Beobachtern Ausschau halten, bevor die Tüte gezückt wird“, berichtet der Amtsleiter. „Wir schießen nicht gleich mit Kanonen auf Spatzen, reden erst einmal mit den Leuten. Natürlich tritt auch oft genug Uneinsichtigkeit zutage und dann kommt zum Beispiel ein Satz wie ,Ich bezahle ja schließlich Hundesteuer!’. Für sie gibt es jedoch keine Gegenleistung. Sie hat nur den Zweck, den Hundebestand zu regulieren.“ Verstöße gegen die Verordnung können im Extremfall mit bis zu 5000 Euro bestraft werden.

Darüber hinaus kämpft die Stadt mit der Unart, öffentliche Papierkörbe  für privaten Müll zu missbrauchen: „Viele sind nach dem Entleeren sofort wieder voll. Auch hier wären Hinweise gut.“

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