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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

11. Dezember 2017 | 19:56 Uhr

Lübz : Illegale Entsorgung bestraft alle

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Im an Iglu-Stellplätzen illegal abgeladenen Müll findet sich zunehmend Elektronikschrott wie alte Computer und Drucker, um die vermeintlich teure Entsorgung zu umgehen. Das ist nicht das einzige Problem in Lübz.

svz.de von
erstellt am 01.Dez.2011 | 09:57 Uhr

lübz | Im an Iglu-Stellplätzen illegal abgeladenen Müll findet sich zunehmend Elektronikschrott wie alte Computer und Drucker, um - so die Vermutung - die vermeintlich teure Entsorgung zu umgehen. "Absolut unverständlich, denn auch Abfall dieser Art kann man jeden Freitag von 13 bis 19 Uhr beim Bauhof am Hafen abgeben oder er wird sogar zuhause abgeholt - beides gebührenfrei", sagt Bürgeramtsleiter Thomas Rosenfeldt. "Dies wurde unzählige Male bekannt gegeben und steht zudem im Abfallratgeber, den jeder Haushalt bekommt."

Liegt der Abfall direkt an den Containern, sammelt ihn die vom Landkreis beauftragte Entsorgungsfirma ein. "Schmeißen die Leute ihren Dreck irgendwo anders hin, müssen unsere Bauhofmitarbeiter los, was nicht mit einer halben Stunde getan ist. In dieser Zeit bleiben andere Dinge liegen", so der Amtsleiter. In Dörfern muss - so noch vorhanden - der Gemeindearbeiter ausrücken. Der große personelle Aufwand aus in diesem Fall unnötigem Anlass werde am Jahresende abgerechnet und habe letztlich höhere Müllgebühren zur Folge. Die Verursacher dächten nicht so weit, dass sie sich durch ihr Verhalten ins eigene Fleisch schneiden und letztlich alle belasten: "Das ist schlimm, denn schätzungsweise gut 90 Prozent der Bürger verhalten sich korrekt. Bei dem, der es nicht tut, fliegt der Müllsack meist im Schutz der Dunkelheit aus dem Auto - froh darüber, anonym geblieben zu sein." Übrigens: Wer sich auf diese Art und Weise umweltgefährdender Stoffe entledigt, kann leicht zum Straftäter werden, was mit einem Gefängnisaufenthalt enden kann.

Ein ebenso altbekanntes, aber immer wieder aktuelles Problem ist der Missbrauch von Gehwegen durch Radfahrer. Früher habe Lübz in diesem Bereich intensiv mit Präventionsbeamten der Polizeiinspektion Parchim zusammengearbeitet und sei dem Missstand durch Fuß- und Fahrradstreifen erfolgreich begegnet, was dem Amtsleiter zufolge auch in der Bevölkerung gut ankam. "Ich bedauere zutiefst, dass dieses Miteinander weitestgehend im Sand verlaufen ist", sagt er. "Wir haben auch schon Anläufe mit den jetzigen Kontaktbeamten genommen, was ebenfalls in Ordnung ist, aber diese Aktionen waren nicht so regelmäßig." Radfahrer, die auf Gehwegen unterwegs sind, seien rücksichtlos und oft eine erhebliche Gefahr, weil sie beispielsweise in der Plauer Straße mit hoher Geschwindigkeit direkt an den Haustüren vorbeirasen, anstatt den daneben liegenden, für Radfahrer bestimmten Bereich zu nutzen und so einen Zusammenprall mit ungeahnten Folgen in Kauf nehmen. Rosenfeldt: "Außerdem gefährden sie andere und sich selbst, indem sie vom Gehweg auf die Straße wechseln, ohne einmal den Blick nach hinten zu richten - Wahnsinn."

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