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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

22. November 2017 | 21:36 Uhr

kommunalpolitik : „Ich werde mein Bestes geben“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Das sagt Elisabeth Mewes, die neue Bürgermeisterin von Neu Poserin – mit 27 Jahren wohl eine der jüngsten Bürgermeisterinnen im Land

von
erstellt am 19.Aug.2014 | 22:00 Uhr

Vor genau neun Wochen hat Elisabeth Mewes die Ernennungsurkunde zur Bürgermeisterin von Neu Poserin unterschrieben. Mit 27 Jahren ist die junge Mutter wohl mit eine der jüngsten Bürgermeisterinnen im Land. Genau 63 aufregende Tage liegen hinter hier, viele weitere noch vor ihr. Denn für die nächsten fünf Jahre wird sie als Gemeindeoberhaupt die Geschicke des Dorfes Neu Poserin und der sieben Ortsteile leiten. „Ich bin sehr aufgeregt gewesen“, erzählt Elisabeth Mewes nach der ersten richtigen Gemeindevertretersitzung. Schon die konstituierende Versammlung, in der sie zur Bürgermeisterin von Vorgängerin Bettina Zwerschke vorgeschlagen und anschließend auch gewählt wurde, waren aufregend.

Gemeinsam mit ihrer kleinen Familie lebt sie in Neu Damerow, einem Ortsteil von Neu Poserin. Derzeit ist Elisabeth Mewes in Elternzeit, ihre beiden Kinder Alexander und Melanie sind ihr ganzer Stolz und der Rückhalt. „Ohne meine Familie hätte ich es nicht gemacht.“ Denn als bei der Wahl am 25. Mai keine Mehrheit für einen Bürgermeister zustande kam, musste in der konstituierenden Sitzung einer aus den Reihen der Gemeindevertreter gefunden werden. „Bettina hatte mich gut eine Woche vorher gefragt, ob ich es machen würde. Ich habe es anschließend mit meinem Mann besprochen und mich bereit erklärt.“

Schon in der vorherigen Legislatur arbeitete die examinierte Krankenschwester mit in der Gemeindevertretung. „Eigentlich wollte mein Mann in die Kommunalpolitik, durch seinen Job ist es aber schwieriger, deshalb habe ich mich damals aufstellen lassen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich schon 2009 reingewählt werde“, erzählt Elisabeth Mewes. Geboren wurde die junge Mutter 1987 in Güstrow, aufgewachsen ist sie allerdings in der Region – in Goldberg.

Ein bisschen Angst vor der Aufgabe als Bürgermeisterin hat Elisabeth Mewes auch nach neun Wochen noch. „Ich bin froh, dass mir die Kollegen in der Gemeindevertretung helfen, vor allem Bettina Zwerschke.“ Auch die Familie steht zu ihr. Ihre Mutter hat sich bereit erklärt, die Kinder zu nehmen, wenn es abends zu einer Versammlung geht. „Derzeit muss ich mich noch einarbeiten. Aber der Rückhalt im Amt ist sehr gut. Da möchte ich mich bei Frau Marschall einmal bedanken, sie steht mir immer mit Rat und Tat zur Seite“, sagt Elisabeth Mewes und lächelt.

Die 27-Jährige weiß, dass die Aufgabe als neue Bürgermeisterin keine leichte ist. „Ich weiß, dass es Skeptiker gibt. Doch ich will es versuchen. Außerdem: Jeder hätte es versuchen und sich zur Wahl stellen können.“ In den nächsten fünf Jahren will sie die gute Arbeit ihrer Vorgängerin, Bettina Zwerschke, weiterführen. „Ich hoffe und wünsche mir, dass ich die großen Fußstapfen, die Bettina mir gesetzt hat, füllen kann.“

Offen für Anregungen ist Elisabeth Mewes in jedem Fall. Das schreibt sie auch in ihrem Begrüßungswort auf der Gemeinde-Homepage. „Wer Ideen hat, kann jederzeit auf mich zukommen und mich ansprechen.“ Noch bis Ende 2016 ist die junge Krankenschwester in Elternzeit. Dann wird sie schauen, wie Familie, Beruf und ehrenamtliches Engagement unter einen Hut passt. Doch eines weiß sie schon jetzt: In den nächsten fünf Jahren wolle sie „ihr Bestes für die Gemeinde geben.“


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