Dobbertin : Hundesteuer gilt jetzt auch für Jagdhunde

Auch Jagdhunde werden jetzt in der Gemeinde Dobbertin besteuert. Das haben die Gemeindevertreter einstimmig beschlossen.
Auch Jagdhunde werden jetzt in der Gemeinde Dobbertin besteuert. Das haben die Gemeindevertreter einstimmig beschlossen.

Gemeindevertreter beschließen am Montagabend einstimmig Satzungsänderung

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31. März 2015, 22:00 Uhr

Bislang hat für Jagdhunde in der Gemeinde Dobbertin und ihren Ortsteilen eine Ausnahmeregelung bestanden. Doch jetzt werden auch die Jagdhunde besteuert. Das hat die Gemeindevertretersitzung vom Montagabend ergeben. „Wir haben das Thema Hundesteuer bereits mehrfach diskutiert. In unserer Satzung haben wir eine Steuerermäßigung vereinbart, die auf freiwilliger Basis beruht“, erklärte Bürgermeister Dirk Mittelstädt. „Wir können die Satzung in diesem Punkt jeder Zeit ändern“, so der Bürgermeister weiter.

In der Gemeindevertretersitzung vom Dezember 2014 hatte Revierförster und Gemeindevertreter Uwe Linke ebenfalls darauf hingewiesen, dass Jäger für ihre Vierbeiner auch Steuern bezahlen könnten. Aus diesem Grund hatten sich die Kommunalpolitiker im vergangenen Jahr einstimmig dafür ausgesprochen, bei der nächsten Sitzung eine Satzungsänderung zu beschließen. Dies wurde am Montagabend nun nachgeholt – ebenfalls einstimmig. Angehoben werden die Steuersätze aber nicht – dagegen hatten sich die Gemeindevertreter bereits vor längerer Zeit ausgesprochen. Dobbertiner bezahlen derzeit für den ersten Hund 25, für den zweiten 50 und für jeden weiteren Hund 60 Euro Steuern im Jahr. Das müssen jetzt auch Jäger.

Auch in der Einwohnerfragestunde war es zuvor um Hunde gegangen. Ein Dobbertiner hatte beim Bürgermeister nachgefragt, wie es um die Leinenpflicht in Dobbertin bestellt sei. „In Dobbertin haben wir eine Leinenpflicht“, entgegnete Dirk Mittelstädt. Grund: Der Einwohner war kürzlich zweimal einer Beißattacke entgangen. „Ich leine meinen Hund immer an“, sagt der Dobbertiner, der anonym bleiben möchte. Das Thema ist auch anderen in der Gemeinde bekannt. „Wenn das wieder auffällt, muss eine Anzeige beim Ordnungsamt in Goldberg gestellt werden. Kommt es tatsächlich zu einem Hundebiss, ist dies ein Fall für die Polizei“, verdeutlichte das Gemeindeoberhaupt eindringlich.

Doch in der Sitzung vom Montagabend ging es nicht nur um Hunde. Nachdem die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Dobbertin bei ihrer Jahresversammlung im Februar ihren neuen Wehrführer gewählt hatten (wir berichteten), wurde jetzt die Gemeindevertretung um Zustimmung gebeten. Jörg Scheperski erhielt auch von der gesamten Dobbertiner Gemeindevertretung Rückhalt und wurde am Montagabend im Feuerwehrgebäude nicht nur zum Wehrführer bestätigt, sondern auch zum Ehrenbeamten ernannt.

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