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Goldberg: 22. Apachen-Live-Show : Hunderte pilgerten ins Land der Lakota

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Dakota oder Lakota in Neu Damerow? Nein, das ist kein Schreibfehler, denn es gibt beide Indianerstämme, und sie gehören zur großen Familie der Sioux. Es war wie immer eine fiktive Geschichte.

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erstellt am 14.Jul.2013 | 08:04 Uhr

Neu Damerow | Dakota oder Lakota? Nein, das ist kein Schreibfehler, denn es gibt beide Indianerstämme, und sie gehören zur großen Familie der Sioux. Wolfgang Kring, seines Zeichens seit vielen Jahrzehnten Indianerfreund, Regisseur, Autor und Hauptdarsteller der Apachen-Live-Show in Neu Damerow sowie auf vielen Bühnen in Deutschland unterwegs, hat sich die Aufgabe gestellt, dass Leben und den Kampf der Ureinwohner Amerikas gegen die weißen Eindringlinge darzustellen. "Im Land der Lakota" heißt seine neueste Geschichte, die zur 22. Apachen-Live-Show am Sonnabend Premiere hatte.

Es war wie immer eine fiktive Geschichte, wie sie durchaus so oder so ähnlich sich um 1855 hätte zutragen können. Kring hat eigentlich ein einfaches Szenario entworfen: Ein Reporter der "Washington Post" will über das Land der Indianer berichten und gerät dabei mit einem Siedlertreck zwischen die Fronten. Zwei Trapper, Tailor - ein Indianerfreund - und Parker - ein Indianerfeind - treffen sich und sorgen ebenso für eine spannende Handlung wie die vielen anderen Akteure. Rund 40 Darsteller steigen in die Kluft der US-Kavallerie, geben typische Indianer oder sind Bewohner einer kleinen Stadt.

Eingebettet in die Handlung, die sehr flüssig und in sich abgerundet ist, sind die vielen Stunts des Chefindianers Wolfgang Kring. Ob hoch zu Ross mit Speer, Tomahawk und über brennende Hürden oder im 3,5 Meter großen Feuerkreis - er beherrscht sein Fach, und es zeugt von den großen Vertrauen zwischen Mensch und Tier. Die Zuschauer wissen das zu schätzen und sparen nicht mit Szenenapplaus. Alle Mitwirkende vor und auf der Bühne haben sich ihr Lob redlich verdient. Der größte Tei, der Darsteller nimmt extra urlaub, um hier die Zuschauer begeistern zu können. Sebastian Dunkelberg aus Reinbek bei Hamburg beispielsweise. Im vergangenen Jahr hatten sie Urlaub bei den Krings gemacht, und Sohn Aaron spielte erstmals mit. Da wollte Vater Sebastian nicht nachstehen, und so standen diesmal beide auf der Bühne. Auch Andrea Kietzmann aus Neu Benthen sorgte mit ihrem Schlittenhundegespann für Abwechslung und einen Szenenapplaus.

Kring hat diesmal auch kleine, aber feine aktuelle Dinge der heutigen Zeit gekonnt eingebaut. So gab es eine Anspielung auf Hartz IV ebenso wie eine auf eine Versicherungswerbung. Als dann auch noch eine Textpassage im tiefsten sächsisch erklang und der Can-Can getanzt wurde, waren die mehreren Hundert Zuschauer nicht zu halten. Unter ihnen auch Familie Hamann aus Parchim. "Wir sind das erste Mal hier und haben aus der Zeitung davon erfahren. Es ist eine tolle Atmosphäre", meinte sie. Auch das hier keine bequemen Sitze installiert sind, störte sie nicht. "Das ist Natur pur und macht die Sache erst richtig rund, ist eben bodenständig in wahrsten Sinne des Wortes", hieß es weiter. Auch eine Berliner Gruppe war angereist und Devin (3) mit seiner Mutti aus Putlitz. Viele der Zuschauer hatten sich fanmäßig gekleidet. Nicht nur die Kinder waren indianisch gekleidet, auch viele Erwachsene kamen mit Cowboyhut und Lederwesten. Viele hatten zudem Decken, Luftmatratzen und Campingstühle mitgebracht.

Nach rund zwei Stunden ist die Geschichte zu Ende, Applaus brandet auf, und die Zuschauer stürmen die Bühne. Nun können sie Autogramme erhaschen, sich mit ihren Lieblingsdarstellern fotografieren lassen oder die Requisiten aus der Nähe bestaunen.

Die nächsten Vorstellungen sind am 20. Juli und 3. August um 18 Uhr sowie am 21. Juli und 4. August um 16 Uhr.

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