Baustelle über der Elde : Hubbrücke - Belag wird instandgesetzt

Mehrere hundert Schrauben werden notwendig sein, um den neuen Belag auf Gehweg und Fahrbahn zu befestigen. Fotos: Herbst
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Mehrere hundert Schrauben werden notwendig sein, um den neuen Belag auf Gehweg und Fahrbahn zu befestigen. Fotos: Herbst

Arbeiten laufen planmäßig und sollen bis spätestens 23. Mai abgeschlossen sein

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09. Mai 2017, 21:00 Uhr

Die einen nennen sie schlicht Hubbrücke, andere gaben ihr den liebevollen Namen „blaues Wunder“. Fakt ist: Die inzwischen fast 101-jährige Stahlkonstruktion mit Holzbohlenbelag ist technisch gesehen ein Klassiker und touristisch ein Hinkucker. Und der erfährt gerade wieder eine Instandsetzung. „Wir lassen in dieser Maßnahme den kompletten Belag im Gehwegbereich sowie die Verschleißschicht, die Tragbalken und den Bohlenbelag im Bereich der Fahrbahn auswechseln“, erklärt Matthias Kuck, Bauaufseher beim Wasser- und Schifffahrtsamt Lauenburg. Das WSA hat für diese Arbeiten erneut die Kremminer Stahlbaufirma Holke beauftragt. Die kennt die Brücke aus dem Effeff, war zuletzt im Herbst 2014 vor Ort, als die Fahrbahnübergangskonstruktionen instandgesetzt und die Antriebsseile in allen vier Hubtürmen ausgetauscht wurden. Nach zehn Jahren waren die damals turnusmäßig dran.

Jetzt ist es der Brückenbelag, der erneuert werden muss. Nach fast zehn Jahren. Im Gehweg liegen die zehn Zentimeter starken Bohlen bereits auf der stählernen Unterkonstruktion. Lediglich die Verschraubung und die beidseitigen Anschlüsse zur Straßen fehlen noch. Die Plauer und die Touristen, die die kürzeste Verbindung zwischen dem Plauer Süden und der Ortsmitte nehmen wollen, werden wieder auf Kiefer laufen. Aus Kiefernholz werden auch wieder die Tragbalken der Fahrbahn eingebaut werden. „Der Bohlenbelag, also die obere Schicht, wird aus Eichenholz gearbeitet“, sagt Matthias Kuck. Eine Bauweise, die notwendig ist und sich bewährt hat. „In der Verschleißschicht brauchen wir das stärkere und härtere Eichenholz, weil die Beanspruchung durch den Fahrzeugverkehr sehr groß ist“, so der Bauaufseher. Noch liegt der alte, stark abgeriebene Eichenbelag. Dort, wo auch noch die Schrauben an Ort und Stelle sitzen, wird deutlich, was Kuck meint. Die Köpfe über den Gewinden waren beim Einbau der Eichenbohlen (natürlich) versenkt worden. „Jetzt liegen die meisten frei oder stehen bereits über dem Holz“, erläutert Kuck. Und macht damit neben der normalen Abnutzung eine zweite Schwachstelle deutlich, die „runtergefahrenen Belag“ nicht eben auszeichnet. Die Fahrgeräusche. Die nehmen zu, je mehr der Belag verschlissen ist.

Bislang waren die Eichenbohlen immer im sogenannten „Fischgrätenmuster “ verlegt worden. „Der neue Belag wird es nicht“, kündigt Dipl.-Ing. Rainer Zepernick an. Er ist beim WSA zuständig für den Bereich Brückenunterhaltung „Ganz einfach, weil es technisch große Probleme bereitet, die einzelnen Eichenbohlen wegen der Fahrspurbreite von vergleichsweise kurz sein müssten.“ In Absprache mit dem Denkmalschutz wird der neue Eichenbelag in den nächsten zwei Wochen daher längs zur Fahrbahn verlegt, mit mehreren hundert, dann wieder frisch versenkten Schrauben an den querliegenden Tragbalken festgemacht und dann wieder deutlich leiser sein, verspricht Zepernick.

Die Brückenarbeiten – übrigens über die Stadt koordiniert mit den derzeitigen Kanalarbeiten und weiteren Erschließungsarbeiten der Wemacom in der Dammstraße - sollen bis spätesten 23. Mai abgeschlossen sein. Während Fußgänger passieren können, gilt bis dahin die Vollsperrung für den kompletten Fahrzeugverkehr. Um 10, 13 und 16 Uhr wird die Schleuse angehoben, damit bei Bedarf der Schiffsverkehr auf der Elde passieren kann.

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