Reiterhof Ritter : Horrido und Halali im Belower Wald

„Die Gejagten“: Telse Lüders (l.) als „Fuchs“ und Corinna Cwielag (r.) als „Hund“.
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„Die Gejagten“: Telse Lüders (l.) als „Fuchs“ und Corinna Cwielag (r.) als „Hund“.

Der Reiterhof Ritter hat erneut zur traditionellen „Fuchsjagd“ eingeladen. Dabei ging es nicht nur über Stock und Stein für die „Jäger“

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28. September 2015, 07:45 Uhr

Stelldichein auf dem Sportplatz von Below: Hoch zu Ross geht es im Schritt los. Master Uwe Ritter, zugleich Veranstalter der Fuchsjagd durch den Belower Wald, führt die Truppe, die „Jäger“, an. Noch ist es ruhig, noch reiten die „Jäger“ hinter den Kremsern hinterher. Sieben Fuhrwerke begleiten die Reitjagd an diesem letzten Sonnabend im September. Die Kremser schaukeln hin und her, es geht über Stock und Stein. Zunächst.  Die „Gejagten“, „Fuchs“ und „Hund“, sind bereits vorausgeritten. Geht’s doch darum, den „Fuchs“ zu jagen und zu fangen.

 Plötzlich sind die Reiter hinter den Kremsern verschwunden. Die Jäger haben die Fährte aufgenommen. Blitzschnell reiten sie durch den Wald, nicht mehr nur über Stock und Stein, sondern über Hindernisse, Baumstämme, durch Hecken, Abhänge herunter. Immer vorne weg, der Master. Gekonnt nimmt Uwe Ritter das erste Hindernis. Die Zuschauer steigen aus, sehen den Jägern zu. Nicht alle Pferde wollen springen, verweigern. Noch einmal. Wieder startet der Master. Im Galopp geht’s durch den Wald. Die Jäger johlen, sie haben Spaß – bei ihrer Fuchsjagd durch den Belower Wald.

Doch so eine Reitjagd geht nicht ohne Vorbereitung. Dies dauert. Uwe Ritter und seine Frau Rita planen viele Monate vorher, laden die Reiter direkt ein. „Einige Hindernisse müssen neu gebaut werden. Wenn ich das Gelände abgehe, schaue ich  danach“, erläutert Uwe Ritter vom Reiterhof Below. Doch die Sprünge sind so gebaut, dass sie zwischen zehn bis 15 Jahre überstehen sollten. Nach dem Schüsseltreiben – mitten im Wald unweit des Sandsees – heißt es erneut: „Horrido“ und Aufsatteln. Nicht nur die Jäger haben Spaß auch die Gäste auf den Kremsern. Immer wieder springt einer während der Fahrt herunter, denn ein Kappenträger wurde entdeckt. Der Wettkampf unter den Mitfahrenden hat ebenfalls begonnen: Wer findet die besten und größten Pilze? Auch Sieglinde Schulz aus Dobbertin ist auf der Suche. Doch sie lässt es ruhiger angehen, hat sie doch Schwiegertochter Martina und Enkelin Carina im Schlepptau. Edeltraut Kinzel aus Techentin kennt da nichts. Gemeinsam mit Martina Schulz aus Bützow springt sie vom Kremser: Die Steinpilze dabei nicht aus den Augen verlierend.

Die Jagd ist noch nicht beendet, der „Fuchs“ noch nicht abgejagt. Auf freiem Feld sammeln sich die Reiter. Jetzt werden die Pferde angetrieben. Im Jagdgalopp reiten sie auf einen Pfahl zu. Dort baumelt der Fuchs im Wind. Katrin Huf aus Passin setzt sich mit an die Spitze. Sie will einiges wieder gutmachen, war sie doch beim letzten Hindernis ins kühle Nass des Dobbertiner Sees gefallen. Jetzt will sie den Fuchs abjagen. Die Zügel fest in der linken Hand, greift sie mit ihrer rechten nach dem Fuchs. Geschafft! Halali,  „Fuchs  tot“, Waidmanns Dank – bis zum nächsten Stelldichein im Wald von Below.

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