Plauer Umgehung : Hoffnung: Planung kommt voran

Die Laster donnern Plau. Jetzt soll auch das Bauprojekt Ortsumgehung endlich ins Rollen kommen. Antje Bernstein
Die Laster donnern Plau. Jetzt soll auch das Bauprojekt Ortsumgehung endlich ins Rollen kommen. Antje Bernstein

Etappenziel erreicht: Die Planungsunterlagen für die Plauer Ortsumgehung gehen noch in diesem Monat an das Bundesverkehrsministerium.

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05. September 2012, 06:23 Uhr

Plau am See/ Schwerin | Dietmar Villwock ist zufrieden. Noch immer wartet der Sprecher der Bürgerinitiative "LKW-Fern- und Schwerlastverkehr raus aus unserem Luftkurort Plau am See" auf den Bau der Nordtangente um die Seestadt, doch ein Versprechen macht Mut: Im Gespräch mit Bürgermeister Norbert Reier und Vertretern der BI hat Dr. Rainer Kosmider, Abteilungsleiter Verkehr des Ministeriums für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung, zugesichert, dass die Planungsunterlagen noch in diesem Monat an den Bund geschickt werden. Ein wichtiges Etappenziel im Kampf um den langersehnten Baubeginn. "Wichtig ist uns, dass die Unterlagen endlich vom Land an den Bund gehen. Darum kämpfen wir seit 20 Jahren", sagt Villwock. Noch diesen Monat soll es soweit sein. Dr. Rainer Kosmider habe im Gespräch zwar keine Versprechungen zum Baustart machen wollen, aber zumindest zugesichert, dass die Planungsunterlagen noch im September die Reise nach Bonn antreten. Hier werden die Dokumente entsprechend bearbeitet. Binnen eines halben Jahres, also bis zum Frühjahr 2013, sollen sie mit dem Gesehenvermerk zurück zum Landesverkehrsministerium geschickt werden. Danach folgt das Planfeststellungsverfahren, das in etwa zwölf bis 15 Monate in Anspruch nehmen wird. "Wir sehen die Sache optimistisch", resümiert BI-Sprecher Dietmar Villwock.

Ähnlich schätzt auch Bürgermeister Norbert Reier das Info-Gespräch zum Umgehungsbau ein. "Das Gespräch verlief in einer sehr sachlichen Atmosphäre. Seitens der Stadt Plau am See und der Bürgerinitiative wurde nochmals die hohe Erwartungshaltung zur Umsetzung des vordringlichen Bedarfes des Bundesverkehrswegeplanes, in dem die Nordumgehung eingeordnet ist, deutlich gemacht" sagt er. Dr. Kosmider habe betont, dass das Vorhaben Ortsumgehung beim Verkehrsministerium den notwendigen Stellenwert behalten und an der weiteren Planung bis zum Abschluss des Planfeststellungsverfahrens kontinuierlich gearbeitet werde.

Verläuft alles nach Plan und die Unterlagen kommen vom Bund mit entsprechendem Gesehenvermerk im Frühjahr 2013 zurück, soll es einen erneuten Informationsaustausch zwischen Stadt, Verkehrsministerium und Bürgerinitiative geben. "Wie weit nach Abschluss der Planung die finanziellen Mittel vom Bund bereitgestellt werden, kann dann Einfluss auf den Bau haben. Deshalb gab es im jetzigen Gespräch auch keine Terminfestlegungen, wann die Nordumgehung von Plau am See gebaut werden kann", erklärt Norbert Reier.

Die Hoffnung auf einen schnellen Baustart aber, die bleibt in Plau am See - selbst nach 20 Jahren Kampf um die Umgehung.

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