zur Navigation springen
Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

24. November 2017 | 11:56 Uhr

Natur erleben, aber wie? : Hoffnung nach Barkower Forum

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Dorfbewohner und Touristen wollen freien Zugang zum Elde-Damm. Der Wasser- und Schifffahrtsamt will Lösungsvorschläge zeitnah prüfen.

von
erstellt am 20.Jul.2017 | 21:00 Uhr

Wären da nicht die Zäune, das Rolltor auf dem Elde-Damm und jene „Betreten verboten“-Schilder – viele Barkower wären happy und ihre Welt wäre auf Schlag ein stückweit idyllischer: Am Ort entlang schlängelt sich die Elde. Parallel verläuft der EldeDamm. Ein Traum von einem Fleckchen Erde, zu dem die Barkower und Touristen (jährlich verzeichnet der Ort etwa eintausend Übernachtungen) leider keinen Zugang haben. Denn, nur ein paar hundert Meter östlich des Ortes liegt die Barkower Schleuse. Eingezäunt. Gleich dahinter Betriebsgelände des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA), derzeit als Lagerplatz für Baumaterial genutzt. Das Gelände ist gesichert mit einem Rolltor. Von Barkow aus ist es somit unmöglich, auf den Damm zu kommen.

Da viele Barkower und Touristen großes Interesse haben, den ca. sieben Kilometer langen Damm in Richtung Plau am See für ausgedehnte Spaziergänge und somit zu Erholungszwecken zu nutzen, hatte die Landgesellschaft MV mbH jetzt ein Forum organisiert und das Wasser- und Schifffahrtsamt Lauenburg als Gesprächspartner gewinnen können. Ziel der gut besuchten Runde war es, Lösungsansätze zu finden, die die Interessen beider Seiten unter einen Hut bringen.

Im Grunde waren es drei Vorschläge, die von Seiten der Barkower an David Borchert, den Leiter der WSA-Außenstelle Parchim, herangetragen wurden: Öffnung des Schleusengeländes, Einbau einer Schranke oder eines Tores im Rolltor auf dem Damm und Lockerung der Verbotsschilder durch den ergänzenden Hinweis „Betreten auf eigene Gefahr“.

Niemand hatte erwartet, dass das Wasser- und Schifffahrtsamt den Forderungen der Barkower mit wehenden Fahnen folgen würde. Doch immerhin sicherte David Borchert der Runde noch am Abend zu, dass das WSA die Vorschläge ganz genau prüfen werde. „Eine generelle Öffnung der Schleuse wird es jedoch nicht geben können. Schleuse bedeutet Maschinen, und da greift die Anlagenverordnung“, erklärte der Außenbezirksleiter. Denkbar wäre sowas wie ein Kuckweg mit Plattform, damit die Schleuse für Interessierte erlebbar gemacht werden kann, griff er einen Vorschlag auf, der zuvor bei der Begehung laut geworden war. „Auch das werden wir ganz genau prüfen.“

Es war eine moderate Runde, bei der beide Seiten ihre Argumente austauschten. „Wir haben hier einen Schatz. Warum wird er versteckt?“, stellte Monika Hofmann fest und brachte damit die Problematik auf einen ganz schlichten Nenner. Der ließ auch Borchert nicht unbeeindruckt: „Ich finde es gut, dass viele Barkower hier gemeinsam und sehr konstruktiv für ihre Sache eintreten.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen