Über die Dörfer : Höber-Armada wieder auf Touren

SchlagkräftigeTruppe: Inhaber Dominik Höber mit seinen Verkaufsfahrern Olaf Schultz, Frank Lindow und Franz Höber.
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SchlagkräftigeTruppe: Inhaber Dominik Höber mit seinen Verkaufsfahrern Olaf Schultz, Frank Lindow und Franz Höber.

Saisonstart auf dem Geflügelhof in Retzow / Hühner, Enten, Gänse und Broiler werden in MV, Brandenburg und Sachen-Anhalt verkauft

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24. März 2016, 12:00 Uhr

Die Arbeit mit Geflügel ist Dominik Höber, Betreiber des Geflügelhofes in Retzow, in die Wiege gelegt. In dritter Generation betreibt seine Familie nun schon den Verkauf von Nutz- und Schlachtgeflügel. Den Anfang machte der Großvater, sein Vater, der noch heute sein Unternehmen in Küsserow (bei Teterow) führt, folgte. Küsserow – dort verdiente sich Junior Höber die ersten Sporen und folgte schließlich der Passion seiner Väter.

Vor fünf Jahren flügge geworden, machte sich Dominik Höber Junior in Retzow selbstständig, kaufte den ehemaligen Broilermastbetrieb aus DDR-Zeiten, der in den Nachwendejahren bereits privat geführt worden war, und hat mit Freundin Karina Kirac eine engagierte Hilfe an der Seite. Ganz sind die beiden mit den Investitionen in den Standort noch nicht fertig. Doch dass er ihre Handschrift trägt, ist unverkennbar.

„Wir sind gerade in die neue Saison gestartet“, sagt Dominik Höber und meint damit das Kerngeschäft der Retzower, das von März bis Ende November geht. In dieser Zeit floriert der Geflügelhandel, vor allem der mit Hühnern. Aber auch Enten, Gänse und Broiler halten die jungen Unternehmer, die eine sechsköpfige Mannschaft inklusive zweier Fahrer hinter sich haben, für ihre Kundschaft bereit. Allein bei den Hühnern sind es zwölf Rassen. „Das Sussex zum Beispiel, ein sehr beliebtes, ruhiges Fleischhuhn, oder auch Marans, in Frankreich gezüchtete Hühner, bei deren kastanienbraunen Eiern man Ostern durchaus aufs Färben verzichten könnte. Überdies haben die Eier eine sehr dicke Schale und von daher den Vorteil, dass sie keine Salmonellen enthalten. Neu ins Sortiment aufgenommen haben die Retzower in dieser Saison das Druffler Haubenhuhn. „Auch ein eher ruhiges Tier mit typischer Federhaube“, sagt Höber und ist gespannt, wie es ankommen wird.

Das Geheimnis des Geflügelhandels sind Futter und Pflege, weiß Karina Kirac. Gebrochener Mais, Vitamine, Mineralstoffe und vier Prozent Legemehl. Diese Mischung in Verbindung mit Weizen gefüttert, beinhalte im Grunde alles, was ein gesundes Huhn braucht. Für die Verdauung dann noch Kalk, Geflügel- oder Muschelgrit, und die Hühner fühlen sich pudelwohl. „Wenn das Futter nicht stimmt, die Ställe nicht sauber sind, die Tiere auf zu engem Raum gehalten werden oder auch regelmäßiger Auslauf fehlt, unterdrücken sie die Eiablage. Die Retzower Mannschaft beherzigt die Grundregeln strikt und legt auch ganz viel Wert auf die Sauberkeit ihrer Fahrzeuge und die Außenwirkung ihrer Fahrer.

Einmal in der Woche ordert Dominik Höber „Frischware“; einen Teil der Tiere zieht die Crew aber auch in eigenen Ställen auf. Und dann wird auf Bestellung oder direkt von den Verkaufsswagen aus verkauft. Zwei Kleintransporter mit dem Schriftzug des Gefügelhofes laufen auf den Straßen Mecklenburgs, fahren aber auch die Dörfer und Kunden im benachbarten Brandenburg und Sachsen-Anhalt an. „Wir fahren unsere Touren in aller Regel 14-tägig oder auf Bestellung“, so Dominik Höber. Während das Geschäft mit den Hühnern seit Anfang März läuft, werden die ersten Enten und Gänse nach Ostern angeboten und (saisonverlängernd) auch das Weihnachtsgeschäft ausmachen.

Am 5. Juni feiert der Geflügelhof sein Hoffest. Von 9 bis 14 Uhr wird dann Geflügel zu Sonderpreisen verkauft, lädt ein Trödelmarkt ein, können die Kleinen die Hüpfburg erobern, wird es Bratwurst, Kuchen und eine Tombola geben.

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