Investition : Hochspannung neu geleitet

Die Freileitungsmonteure Thomas Pasara (l.) und Enrico Schwan mit einem der alten Langstab-Isolatoren aus Keramik  Fotos: Ilja Baatz
1 von 4
Die Freileitungsmonteure Thomas Pasara (l.) und Enrico Schwan mit einem der alten Langstab-Isolatoren aus Keramik Fotos: Ilja Baatz

Die WEMAG lässt alle Stromleitungen einer Trasse zwischen Parchim und Lübz auswechseln, um zusätzliche Energie abtransportieren zu können.

23-11367808_23-66109656_1416396395.JPG von
05. November 2017, 20:45 Uhr

Keinem Autofahrer entgeht: Die 1990 gegründete Westmecklenburgische Energieversorgung AG (kurz WEMAG) lässt alle Leitungen einer die B 191 bei Lutheran kreuzenden, mit 110 000 Volt geladenen Hochspannungstrasse erneuern. Bald ausgetauscht sind sie auf der gesamten Strecke zwischen den Umspannwerken Parchim Süd und Lübz.

„Die Leiterseile müssen ausgewechselt werden, damit der zusätzliche Strom der Erneuerbare-Energien-Anlagen aus der Region abtransportiert werden kann“, erläutert Karsten Schiller, WEMAG-Abteilungsleiter für den Bereicht Hochspannung und Spezialanlagen. Die Arbeiten werden ihm zufolge voraussichtlich im Dezember abgeschlossen sein. Die von Schiller genannte Energie entsteht zum Beispiel aus Biomasse, Geothermie, Wasser und durch Windkraftanlagen. Als bei weitem wichtigste Energiequelle gilt die Sonne.

Die Leiterseile, durch die der elektrische Strom fließt, werden von stählernen Masten getragen, an denen sie auch in diesem Fall mit so genannten Langstab-Isolatoren befestigt sind. Um das Risiko eines Unfalls zu minimieren, müssen Freileitungen gesetzlich festgelegte Mindestabstände von Erdboden, Verkehrswegen und Gebäuden einhalten. Es gibt auch isolierte Varianten, die an einem eingebetteten Tragseil aus Stahl getragen werden (Quelle: Wikipedia).

Die Männer auf der Baustelle – korrekt Freileitungsmonteure genannt – sind nicht nur von starkem Strom umgeben. Sofort keine Frage ist mehr, warum der Boden auf dem Acker unter den Fahrzeugen der Elektrizitäts-Spezialisten großflächig mit zentimeterdicken Stahlplatten abgedeckt ist, als es darum geht, von außerhalb ein Foto aufzunehmen: Ein Schritt zu weit und der nicht für diese Umgebung gedachte Schuh versinkt bis zum Schnürsenkel in moddriger Pampe.
 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen