zur Navigation springen
Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

20. November 2017 | 13:01 Uhr

Hereinspaziert in die grünen Oasen

vom

svz.de von
erstellt am 23.Jun.2013 | 06:31 Uhr

Wendisch Priborn/Wangelin | Leise Gitarrenklänge ertönen aus dem Garten hinterm Haus. Ein Meer aus bunten Blumen bedeckt den Boden, ihr Duft strömt in die Luft und kleine Insekten fliegen eifrig von einer Blüte zur nächsten. Das ist das kleine grüne Paradies von Karin und Dieter Messmann aus Wendisch Priborn.

Am Wochenende öffneten sie ihre Oase für alle Besucher zu den "Offenen Gärten Mecklenburg-Vorpommern". Zum siebten Mal fand die Veranstaltung in unserem Land statt, an der mehr als 130 Gartenbesitzer teilnahmen. Für die Messmanns war es bereits das dritte Mal.

Im Jahr 2004 haben die beiden Wahl-Mecklenburger angefangen, ihren Garten zu gestalten. Von Jahr zu Jahr kam immer etwas mehr hinzu. "Das Haus haben wir uns 1998 gekauft. Ursprünglich kommen wir ja aus Düsseldorf", erzählt Dieter Messmann. "Aber wir haben auch immer gesagt, im Rentenalter wollen wir weg von dort und so sind wir in den Norden gekommen." In das Haus in Wendisch Priborn haben sich die beiden sofort verliebt, nur der Garten versprach noch jede Menge Arbeit. "Das erste Jahr haben wir nur Kartoffeln angebaut, denn die lockern den Boden. Danach konnten wir erst richtig anfangen." Aus Gartenzeitschriften ließ sich das Ehepaar inspirieren und schaffte sich eine eigene kleine Oase. Es gibt Büsche, in denen die Vögel nisten können und eine Vielzahl heimischer und exotischer Pflanzen. "Momentan ist die Hauptfarbe blau, doch das wechselt in den Sommermonaten ins Gelb", erklärt Karin Messmann. Sie kennt fast jeder ihrer Pflanzen und kann auch fast jede Frage der Gartenbesucher am Wochenende beantworten. "Wenn ich mal nicht weiter weiß, frag ich gleich meine Frau: Wie hieß die Blume doch noch mal gleich? Sie weiß es", fügt Dieter Messmann hinzu.

Hinter den duftenden und blühenden Pflanzen steckt jedoch auch jede Menge Arbeit. Die rund 600 Quadratmeter müssen jeden Tag gepflegt werden. "Wir sind bestimmt jeden Tag mindestens drei Stunden im Garten beschäftigt. Jeder von uns", so die Gärtnerin. Allein für die Topfpflanzen brauche sie eine dreiviertel Stunde, um sie zu gießen. "Aber Zeit zum Entspannen bleibt trotzdem." Und auch neue Projekte werden in Angriff genommen. Ein eigener kleiner Wasserfall plätschert seit kurzem im hinteren Teil des Gartens. "Den habe ich aus gesammelten Feldsteinen selbst zusammen gebaut", erzählt Dieter Messmann. Karin Messmanns kleiner Stolz sind hingegen die essbaren Rosen. "Die schmecken einfach köstlich. Die mache ich mir immer in meinen Salat", berichtet die Rentnerin.

Von essbaren Pflanzen und wundersamen Heilkräutern

Um Kräuter und essbare Pflanzen ging es an diesem Wochenende auch im Wangeliner Garten. Hier konnte zu den "Offenen Gärten" der größte Kräutergarten in Mecklenburg-Vorpommern besucht werden. "Ich finde jedoch wir haben hier nicht den größten Kräutergarten, sondern den größten Lehr- und Erlebnisgarten", erzählt Gajané Loose. In neun unterschiedlich aufgeteilten Gärten können die Gäste alles über heimische bis außergewöhnliche Pflanzen lernen und die blühenden Blütenprachten bestaunen. "Wir haben Pflanzen aus dem 8. Jahrhundert, aus der Zeit Karl des Großen, einen Duftpflanzen-Garten oder auch einen mit Zauberpflanzen", erklärt die 28-Jährige, die seit vergangenem Jahr ihr Bundesfreiwilligendienst im Wageliner Garten absolviert.

Welche Kräuter helfen gegen welche Wehwehchen und welche Blüten geben das I-Tüpfelchen auf den Salat. Im Wagenliner Garten sind zahlreiche Informationstafeln aufgestellt, um sich über die Pflanzen und ihre Wirkungen ausreichend zu informieren. "Aus unserem Bauerngarten beispielsweise nutzen wir alles für unsere Küche. Wir machen Salate oder verfeinern das Essen", so die junge Frau.

Auch für die kleinen Gäste hat der Garten etwas spezielles vorbereitet. "Wir haben einen extra angelegten Kinder-Garten", erzählt Gajané Loose. Hier können auch die Kleinsten mit anpacken und im Garten helfen. Denn täglich sind vier bis fünf Mitarbeiter im Garten unterwegs und pflegen die Pflanzen, damit die vielfältige Pracht mit teils sehr exotischen Pflanzen auch weiterhin den Besuchern erhalten bleibt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen