Stolpe : Helfer proben das Zusammenspiel

Bei der Feuerwehr-Übung in Stolpe  müssen Atemschutz-Träger zwei Vermisste suchen.
Bei der Feuerwehr-Übung in Stolpe müssen Atemschutz-Träger zwei Vermisste suchen.

An der Einsatzübung in Stolpe nahmen 43 Kameraden aus vier Feuerwehren teil

23-11367996_23-66109657_1416396559.JPG von
09. März 2020, 05:00 Uhr

Verlassen liegt der Wohnblock an der kleinen Zufahrtsstraße zur Tank- und Rastanlage Stolpe Süd. Zur Feuerwehrübung erwacht die Gegend um diesen Block kurzzeitig aus seinem Dornröschenschlaf. Stolpes Gemeindewehrführer Johann Hecht ist mit Mitstreitern vor Ort und präpariert eine Wohnung. Dort wird eine Nebelmaschine aufgestellt, deren Qualm die Suche nach vermissten Personen behindert. Zwei Menschen-Puppen werden platziert. „Angenommen wird ein kritischer Wohnungsbrand mit zwei vermissten Personen, ein Erwachsener und ein Kind“, erklärt der Gemeindewehrführer. Silke Kindt und Bernd Pahl stellen später die zu rettenden Personen dar, die über den Balkon gerettet werden müssen, denn das Treppenhaus ist verqualmt.

Wenige Minuten nach dem Alarm Stolpe, Groß Godems, Karrenzin und Herzfeld sind die Stolper Kameraden vor Ort, die anderen Wehren folgen. Nach der Einweisung kämpft sich der erste Angriffstrupp unter Atemschutz durch den Hausflur und in die Wohnung im Erdgeschoss. Die Nebelmaschine hat ganze Arbeit geleistet. Die Sicht beträgt nur wenige Zentimeter. Kriechend und tastend kämpfen sich die beiden Kameraden vor. Letztlich finden und bergen sie die Attrappen. Das Geschehen verfolgt Silvio Pöhl, seine Erkenntnisse über den Ablauf des Geschehens fließen in die Auswertung ein.

Derweil ist auch der Löschangriff eingeleitet und aus den Strahlrohren fließt das Löschwasser.

Auf der entgegengesetzten Seite sind die Einsatzkräfte dabei, zwei weitere Personen vom Balkon im oberen Stockwerk zu retten. Bevor mit Hilfe einer Steckleiter auch diese Aufgabe erfolgreich gemeistert wird, muss auch dieser Teil des Einsatzgeschehens ausgeleuchtet werden, was sich als wichtig erweist. Während am Vordereingang befestigte Wege zu finden sind, gibt es auf der Rückseite nur hohes Gras, dazu ein Swimmingpool, dessen breite Holzumrandung sehr glitschig und damit rutschig ist.

Nach knapp drei Stunden Uhr wird die Übung beendet, und eine erste Auswertung vorgenommen. Im Wesentlichen habe alles geklappt, so der Gemeindewehrführer. „Acht Minuten nach der Alarmierung müssen die ersten zehn Einsatzkräfte und 13 Minuten nach der Alarmierung weitere Kräfte vor Ort sein, um die Rettung durchführen zu können“, erklärt Hecht. Die weiteren Kräfte werden bei solch einem Einsatz unter anderem zum Absichern und Ausleuchten der Einsatzstelle, für den Aufbau der tragbaren Leiter sowie für die Überwachung der Kameraden im Brandobjekt benötigt. Für die Übungsleitung ist wichtig zu sehen, wie das Zusammenspiel der einzelnen Wehren funktioniert und wie Fehler abgestellt werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen