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Schlachtefest in der Ziegelei Benzin : Hautnah mit dem Kunden in Kontakt

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An der Ziegelei Benzin vorbeigefahren sind Dietrich und Cornelia Kammeyer schon öfter, aber die Zeit reichte nicht aus, um anzuhalten. Am Sonnabend waren sie nun zum ersten Mal beim "Schlachtefest" dabei.

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erstellt am 25.Feb.2013 | 12:22 Uhr

benzin | An der Ziegelei Benzin vorbeigefahren sind Dietrich Kammeyer und seine Frau Cornelia aus Plau am See schon öfter, aber die Zeit reichte immer nicht aus, um anzuhalten. Am Sonnabend kehrten beide hier zum ersten Mal ein. Anlass war das seit 2006 zum nunmehr siebten Mal veranstaltete "Schlachtefest", von dem sich auch die Besucher aus der nicht weit entfernt liegenden Stadt begeistert zeigten. "Alles frisch, ein sehr gutes Verhältnis zwischen Preis und Leistung sowie eine sehr schöne Anlage - besser geht es nicht", so Kammeyer.

Seit fünf Jahren ununterbrochener und damit längster Partner der Veranstaltung ist die Straußenfarm Riederfelde, dicht gefolgt vom Schlachthof Parchim, der am Sonnabend zum vierten Mal nach Benzin gekommen war. Drei Fleischer und zwei Verkäuferinnen hatten unter anderem 16 halbe Schweine, Fleischteile, Räucherware und verschiedene Würste im Gepäck.

Letztere stellt eine Fleischerei aus Neustadt-Glewe für das große Unternehmen in der Kreisstadt her. "Eine Veranstaltung wie diese kann nur gut sein - für alle Seiten", sagt Geschäftsführer Bernd Jaenicke, der selbst mit vor Ort war. "Kunden wie auch wir haben hier einen direkten Draht zueinander und wir können die sehr gute Chance nutzen, ein positves Bild unserer Branche zu stärken. Jeder sieht bei uns direkt, was er kauft, muss keine Angst vor Verstecktem haben."

Laut Monika Helfrich, Inhaberin der Straußenfarm, sei das Fleisch der großen Vögel mittlerweile "gefragter denn je" - noch dadurch verstärkt, dass wegen der Vogelgrippe-Gefahr von ihm nichts mehr aus Afrika eingeführt werden dürfe: "Was in Deutschland produziert wird, ist nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein. Der Markt ist regelrecht explodiert."

Ins Leben gerufen wurde das Schlachtefest 2006 von der das Objekt damals bewirtschaftenden "Beschäftigungsgesellschaft Ziegelei Benzin mbH". Nach ihrer Auflösung kaufte der Betriebswirt Ernst-Ludwig Engländer die gut elf Hektar große Anlage (wir berichteten Anfang 2012). Er setzt nicht nur das Schlachtefest, sondern zum Beispiel auch das bereits seit 1995 veranstaltete, weit über die Grenzen unseres Kreises hinaus bekannte und beliebte Brennerfest fort. "Ich bin froh, dass diese schönen, die Region sehr aufwertenden Dinge erhalten werden. Außerdem ist dank des Engagements von Herrn Engländer etwa durch Sanierungen sehr viel geschehen, was nur mit einer Beschäftigungsgesellschaft nicht möglich gewesen wäre."

Ein eigenen Aussagen zufolge vom ersten Augenblick an sehr gutes Verhältnis hatte der neue Eigentümer zum nach wie vor existierenden Verein "Technisches Denkmal Ziegelei Benzin e. V.", mit dessen Vorstellungen er auf einer Ebene liege. Erweiterungen, so Engländer nach der Übernahme gegenüber unserer Redaktion, werde es im künstlerischen Bereich geben und Lehmziegel sollen in deutlich größerer Menge als bisher produziert, verbaut und vermarktet werden. "Wir sind nicht auf maximalen Gewinn orientiert, sondern haben sowohl Unternehmer- wie Gemeinwohl im Auge", sagte er damals. Der Geschäftsmann hat 20 Jahre lang im Ausland gelebt - unter anderem in China, Korea, Pakistan, im Baltikum und schließlich fünf Jahre lang in Russland, wo er seine Frau Darya kennen lernte.

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