Seniorenpflegeheim in Lübz : Gute Pflege vor schwieriger Zukunft

Kersten Hochschildt, Leiterin des Lübzer Seniorenpflegeheims „Haus am Freistrom“ (stehend) bei ihrem Vortrag  Fotos: Ilja Baatz
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Kersten Hochschildt, Leiterin des Lübzer Seniorenpflegeheims „Haus am Freistrom“ (stehend) bei ihrem Vortrag Fotos: Ilja Baatz

Gesundheitsrefom bei Neujahrsempfang im Lübzer Seniorenpflegeheim „Haus am Freistrom“ von Einrichtungsleiterin kritisch beleuchtet

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06. Januar 2018, 05:00 Uhr

„Unübersehbar ist, dass eine Rückentwicklung von der heute noch guten zu einer schlechteren Situation stattfindet, in der wir uns schon einmal befanden. Und das ist schlecht.“ Kersten Hochschildt, Leiterin des Lübzer Seniorenpflegeheims „Haus am Freistrom“, findet deutliche Worte, als sie beim Neujahrsempfang in ihrer Einrichtung zu Mitarbeitern und ehemaligen Kollegen spricht. Hintergrund: Zum 1. Januar 2017 wurden die bis dahin geltenden Pflegestufen 0, 1, 2 und 3 von den fünf neuen Pflegegraden 1, 2, 3, 4 und 5 abgelöst. Ein Mensch, für den beispielsweise schon die höchste Pflegestufe 3 galt, bekam automatisch den Pflegegrad 5. Das Problem seien die Einschätzungen neuer Bewohner, wobei zu immer niedrigeren Graden tendiert werde. Für Pflegeeinrichtungen bedeute dies zunehmend negative wirtschaftliche Folgen, denn für Menschen, die im Alltag mehr Hilfe benötigen, bekommen sie auch mehr Geld. „Die Grade 4 und 5 werden fast nicht mehr bewilligt, aber der Aufwand für uns ist unverändert vorhanden“, sagt Kersten Hochschildt. Für die Bewohner hingegen habe die Gesetzesreform positiv zur Folge gehabt, dass jetzt alle dengleichen Eigenanteil zahlen müssen – egal, ob nach Pflegegrad 1 oder 5 eingeschätzt.

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