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Kinderbetreuung in Plau am See : Grundstein für Kita-Neubau gelegt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Der Rostocker Verein ILL baut eine neue Kindereinrichtung mit 108 Kita- und Krippenplätzen. Eröffnung soll im September 2015 sein.

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erstellt am 16.Dez.2014 | 22:00 Uhr

Gestern war der Beginn einer großen Baumaßnahme, auf die Plau am See lange zugearbeitet hat und die vor allem von jungen Familien sehnlichst erwartet wurde: Sergio Achilles, Geschäftsführer vom Institut Lernen & Leben e.  V. Rostock (ILL) und Bürgermeister Norbert Reier setzten den ersten Spatenstich für den geplanten Kindergartenneubau im Entwicklungsgebiet Quetziner Straße. 1,3 Millionen Euro werden im kommenden halben Jahr in den eingeschossigen, ebenerdigen Zweckbau investiert. Das ILL, das bei Einreichung seines Projektes von einer Bausumme um die 1,1 Millionen Euro ausgegangen war, aber nicht mit Förderung gerechnet hatte, wird selbst 351  000 Euro tragen. Etwas mehr als 200  000 Euro kommen als Förderung – Krippenausbaugesetz sei dank; der Rest wird über die Ostseesparkasse Rostock finanziert.

„Es freut mich, dass zu unserem Spatenstich-Termin heute so viele Gäste gekommen sind“, freute sich Sergio Achilles. Nicht nur die Rostocker Bauherren, Vertreter der Stadt und des Kreises standen auf der ca. 3000 Quadratmeter großen Brache in der Quetziner Straße. Obwohl es nass und matschig war, waren Plauer Tagesmuttis mit ihren Zöglingen und natürlich die Kita „Villa Kunterbunt“ mit einer großen „Abordnung“ auf die künftige Baustelle gekommen. „Wir wollten unbedingt dabei sein, wenn es losgeht mit dem Kita-Neubau“, sagte Marion Scheel, Leiterin der Plauer VS-Kindertagesstätte. Nach der Fertigstellung werden es die 80 Kinder im Krippen- und Kindergartenalter und die Betreuer aus der Villa sein, die den Neubau beziehen dürfen. „Wir freuen uns schon sehr und sind natürlich gespannt, wie es sein wird“, gesteht Marion Scheel, „denn noch nie hatten wir ein neues Haus.“

Sergio Achilles, der ganz genau um die Kita-Situation in der Stadt und die momentan fehlenden 20 Betreuungsplätze weiß, die letztlich zum Ausschreibungsverfahren um den Neubau geführt hatten: „Unser gemeinsames Ziel mit der Stadt ist es, den Neubau zügig und ohne Probleme hochzuziehen, damit wir wie geplant zu Beginn des kommenden Schuljahres die Türen öffnen können. Und bis dahin“, „lud Achilles die Kinder ein, die den Umzug kaum erwarten können, schaut einfach ab und zu mal vorbei, wie weit der Neubau schon ist und sagt den Bauarbeitern, was besser, was anders sein könnte. Das kommt immer gut an.“

Bürgermeister Reier , der gemeinsam mit dem ILL-Geschäftsführer den ersten Spatenstich setzte und eine Kartusche mit Talern, Grundriss und Tageszeitung versenkte, dankte den Rostockern für ihr Engagement. „Auch wenn es bis hierher ein langer Weg war, wir sind froh, dass wir mit dem Neubau in absehbarer Zeit unsere Kapazitätsprobleme in den Kindereinrichtungen lösen können.“ Auf 108 Plätze wird die neue Kindereinrichtung ausgelegt sein; 36 davon entfallen auf die Krippe, 72 auf den Kindergartenbereich.

Neben den Hansestädtern hatten sich drei weitere Träger auf die Ausschreibung hin bei der Stadt um den Neubau beworben. In vielen Punkten waren sie konform gegangen, etwa bei der Randzeitenbetreuung. Zwei Punkte waren es, die dem ILL den Zuschlag brachten: Zum einen bildet das 1991 gegründete Rostocker Institut sein eigenes Personal aus, andererseits will es künftig in Plau auf bilinguale Betreuung setzen.

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