Grüne Woche: Der Honig machts

<fettakgl>Imker Reinhard Neumann</fettakgl> mit der Bernsteinprinzessin Mandy Schmur
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Imker Reinhard Neumann mit der Bernsteinprinzessin Mandy Schmur

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21. Januar 2013, 09:49 Uhr

Parchim/Lübz/Berlin | "Es ist einfach toll hier auf der Internationalen Grünen Woche. Davon zehren wir den ganzen Sommer!" So begründete gestern Mittag Randolf Beck den Messeauftritt des Lübzer Amtsturms in den Hallen unter dem Berliner Funkturm. In der Tat kommen viele Besucher an seinen Stand und fragen nicht nur nach dem Lübzer Bier. Sie fragen auch nach Brauereibesuchen, nach Hotelunterkünften und vielem mehr. "Wir sind der Ansprechpartner für die Region zwischen Elde und Plauer See", sagt Beck und freut sich über die große Resonanz. Vor allem für die Sommermonate haben sich bei ihm bereits erste Busunternehmen gemeldet und Buchungen avisiert. Erstmals präsentiert er das Lübzer Schwarzbier auch in Flaschen und feiert somit seine eigene kleine Premiere in Berlin. "Schade nur, dass wir als Einzelkämpfer auftreten, eine Gesamtvermarktung unserer Region findet diesmal nicht statt", ergänzt er. Das war in den vergangenen Jahren, als viele touristische Ziele gemeinschaftlich mit anderen vermarktet wurden, anders.

Am Stand der Mecklenburger Landpute aus Severin treffen wir auf Familie Müller aus dem Eichsfeld. Sie testen gerade eine Scheibe Trüffel-Putenlachs und sind des Lobes voll. "Große Klasse", meinen sie und interessieren sich sehr für die heimischen Produkte aus Deutschland. Dieser spezielle Putenlachs und auch das Puten-Honigsäckchen sind zwei Neuheiten auf der Grünen Woche, die das Severiner Unternehmen vorstellt. "Qualität ist gefragt und da schrecken auch die etwas gestiegenen Preise nicht ab", sagt Geschäftsführer Frank Kremer. Nach leichtem Rückgang vor drei Jahren ist die Nachfrage nach Putenprodukten wieder größer. "Vor allem wird nicht nur gekauft, es wird viel gefragt", ergänzen Ilona Herbst und Frank Kästner. Beide müssen es wissen, stehen sie doch hinter dem Tresen und bieten die kalorienarmen Produkte an. So sind die Verbraucher auch sensibler geworden, wenn es um die Haltungsbedingungen der Tiere geht. Sehr gut arbeiten die Severiner mit den Kollegen der Kartoffelveredelung Hagenow zusammen. Die einen liefern die Wurst für die Kartoffelsuppe und die anderen die Bratkartoffeln für den Putenimbiss. Sogar internationale Kontakte werden hier geknüpft, denn man traf sich dieser Tage auch mit russischen Händlern. "Zur Zeit laufen Gespräche über mögliche Lieferungen nach St. Petersburg", wusste Kremer zu berichten.

Derweil hat Reinhard Neumann von der Schauimkerei in Plau-Quetzin an seinem Stand hohen Besuch. Die Bernsteinprinzessin Mandy Schmur von der Insel Usedom ist gekommen, um sich über die vielen Kosmetikprodukte in Verbindung mit Honig zu informieren. Neumann, der neben zehn verschiedenen Honigsorten diverse Kosmetikartikel im Angebot hat, ist begeistert. "Die Resonanz ist gut an den ersten Tagen, es gibt viele Fragen nach Qualität und Zusammensetzung der Produkte, und vor allem ist das Gesundheitsbewusstsein gestiegen", sagt der Imker. "Man ist eben nicht nur Verkäufer, man ist auch Berater und hat somit eine größere Verantwortung", sagt er und widmet sich wieder den Besuchern.

Auch als Berater sieht sich Dirk Meyn von der gleichnamigen Gartenbaufirma in Rom. "Im Winter fällt bei uns nicht so viel Arbeit an und so können wir hier in Berlin die Zeit nutzen, für uns und unsere Produkte zu werben", sagt er. Vor allem stellt er fest, dass der Trend wieder mehr zum Anbau von Gemüse und Obst hingeht. "Eigenes Gemüse ist Goldes wert", sagt er in Abwandlung eines bekannten Spruches. Dabei sind es nicht nur die Hobbygärtner, die bei ihm ihren Wissensdurst stillen. Auch die kleinen Anpflanzungen auf Balkonen sind gefragt.

Ganz anders dagegen die Mecklenburger Draisine. Hier werden keine Lebensmittel präsentiert, sondern Tourismus pur betrieben. "Die Nachfrage ist gestiegen und die Auslastung zum Beispiel der Strecke Karow-Borkow läuft gut", sagt Rita Schwanebeck. Vor allem sind es die neuen Draisinen, die mit elektrischer Unterstützung die Strecke bewältigen, die immer mehr gefragt sind. "Wir haben den Bestand mit diesen Spezialgeräten schon erhöhen müssen", war zu erfahren.

Auf der Bühne in der Länderhalle Mecklenburg-Vorpommern präsentiert sich derweil der Landkreis Nordwestmecklenburg und Enzi Enzmann singt vom Fischkopfmuschelsuchersucherjodelenzian…

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