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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

20. November 2017 | 09:01 Uhr

Seite an Seite : Grüne unterstützen Protestcamp

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Andreas Katz, Landesvorsitzender der Grünen wird heute beim Camp in Lübz dabei sein. Die Grünen wollen alles tun, um die Zerschlagung der Bahnlinie Hagenow-Neustrelitz zu verhindern.

svz.de von
erstellt am 15.Aug.2014 | 22:00 Uhr

Der Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Mecklenburg-Vorpommern, Andreas Katz, wird heute und morgen am Protestcamp der Bürgerinitiative „ProSchiene Hagenow-Neustrelitz“ in Lübz teilnehmen.

Im Vorfeld der Protestaktion sagte Katz in Schwerin: „Mit dem Einstampfen der Südbahn schafft die Landesregierung überstürzt Tatsachen, noch bevor sie sich die Mühe gemacht hat, zunächst Optimierungspotenziale für die Strecke aufzuzeigen. Das Verkehrsministerium argumentiert mit unzureichender Rentabilität der Strecke, versäumt es aber, sich produktiv mit den Gründen für sinkende Fahrgastzahlen auseinanderzusetzen. Wir warten seit zwei Jahren auf einen integrierten Landesverkehrsplan, der Leitlinien für eine sozial, ökologisch und ökonomisch nachhaltige Verkehrspolitik aufzeigt. Statt ihn vorzulegen, schrumpft die Landesregierung das Bahnangebot weiter. Wir werden uns mit allen verfügbaren Mitteln dagegen wehren, dass Entscheidungen, die sich so negativ auf die Zukunft einer ganzen Region auswirken, so leichtfertig gefällt werden.“

Die Politik der Landesregierung, im Bahnverkehr vor allem die Hauptstrecken zu stützen und perspektivisch weitere Strecken im ländlichen Raum zu schließen, führe katastrophal in die Irre. Gerade in ländlichen Räumen seien überörtliche Verbindungen effektiv nur durch die Bahn zu gewährleisten. Busersatzverkehre seien erfahrungsgemäß der Anfang vom Ende einer öffentlichen Verkehrsverbindung.

Der Grünen-Politiker erwarte auch vom Bund ein deutliches Zeichen. „Flächenländer mit geringer Einwohnerdichte stehen vor besonderen Herausforderungen bei der Ausgestaltung eines zukunftsfähigen Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Sie dürfen bei der Verteilung der Regionalisierungsmittel im Vergleich zu dicht besiedelten Regionen nicht benachteiligt werden.“

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