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23. November 2017 | 01:16 Uhr

Großfeuer zerstört Putenhalle

vom

svz.de von
erstellt am 11.Feb.2013 | 07:21 Uhr

Goldberg | Ein Großfeuer in Alt Schwinz bei Goldberg zerstörte gestern Nachmittag einen Putenstall. Sechs Feuerwehren aus der Region waren im Einsatz. Gegen 13.40 Uhr bemerkte der Techniker Dieter Schmidt das Feuer. Kurz zuvor hatte er die Gasheizung in Gang gesetzt, denn am morgigen Mittwoch sollten Puten eingestallt werden. Elf Ställe stehen für die Putenmast auf einem ehemaligen Militär gelände zur Verfügung, der zehnte war der Unglücksstall. Als er noch einmal nachsehen wollte, ob alles richtig läuft, bemerkte er das brennende Stroh. "Ich versuchte noch, dieses beiseite zu räumen und mit Wasser zu löschen. Aber ich hatte keine Chance und rief die Feuerwehr", erzählte er am Nachmittag. Als die Dobbertiner und Goldberger Kameraden vor Ort waren, alarmierten sie um 13.52 Uhr die Wehren in Diestelow, Wendisch Waren und Mestlin nach. Aus allen Öffnungen stieg der Rauch auf. Zum Glück waren keine Tiere im Stall, "diese sollten erst am Mittwoch hier eingestallt werden". So war es Stroh sowie Tränk- und Futtertechnik, die durch das Feuer zerstört wurde. Ein großes Problem für die Einsatzleitung war die Bereitstellung von Löschwasser. "Wir haben aus etwa einem Kilometer Entfernung Wasser aus dem See geholt, mussten natürlich erst die Eisdecke aufschlagen", erzählt Einsatzleiter Ulf Maaß. Zwar haben sie mit ihren Fahrzeugen etwa 1600 Liter Löschwasser an Bord, "doch das reicht für einen Erstangriff nicht aus". Da machte sich das Fehlen des großen Tanklöschfahrzeuges mit 2500 Liter Wasser bemerkbar. Dieses musste im vergangenen Jahr aus technischen Gründen außer Dienst gestellt werden, ein anderes ist noch nicht in Sicht, sagten die Goldberger Kameraden. So ging viel Zeit zum Löschen verloren. Die Kameraden, die zum Teil unter Atemschutz agierten, mussten extrem vorsichtig agieren. Niemand wusste nicht, wie sich das Feuer entwickeln würde. Zusätzlich wurden die Kameraden der Plauer Wehr um 14.17 Uhr alarmiert. "Die haben ein wasserführendes Fahrzeug und die Drehleiter, mit der wir von oben an die Brandstelle kommen können", erklärte Maaß. Dann plötzlich ein fürchterlicher Knall, Flammen schlagen aus dem Stallgebäude und eine Druck- und Hitzewelle geht von der Brandstelle aus. Ein Flashover, eine Durchzündung, brachte das gesamte Gebäude in wenigen Sekunden zum Vollbrand und dann zum Einsturz. Die Polizei ermittelt nun die Brandursache. "Ob eine im Stall betriebene Gasheizung auch der Auslöser des Brandes war, müssen die Ermittlungen der Kripo klären", sagte Klaus Wiechmann von der Polizeiinspektion Ludwigslust.

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