zur Navigation springen

Nächtlicher Einsatz für Feuerwehr : Großfeuer zerstört Lagerhalle

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

In Plauerhagen ist ein Schaden von über 150 000 Euro entstanden. Das Übergreifen der Flammen auf die benachbarten Stallanlagen konnte verhindert werden.

svz.de von
erstellt am 02.Jun.2014 | 22:00 Uhr

Bei einem Großbrand ist in der Nacht zum Montag in Plauerhagen bei der Agrarvereinigung Mifema e.G. eine Lagerhalle niedergebrannt. In der Halle mit den Maßen von etwa 50 mal 20 war vor allem Stroh gelagert.

Es war gegen 21.20 Uhr als der Brand festgestellt wurde und die Wehren in Plauerhagen, Plau und Barkow alarmiert wurden. Meterhohe Flammen waren bereits von der Anfahrt aus zu sehen, die Rauchwolke sogar kilometerweit bis Wendisch Waren. Vor Ort galt es zunächst für die Einsatzkräfte und die Mitarbeiter des Agrarbetriebes, die benachbarten Stallanlagen mit den Tieren zu schützen und zeitgleich mit den Löscharbeiten zu beginnen. So richteten die Kameraden das Löschwasser nicht nur auf die brennende Lagerhalle, sondern auch auf den angrenzenden Abkalbstall, um die Wände zu kühlen, während Mitarbeiter sich um die Tiere kümmerten. Die Milchkühe im Stall gegenüber kamen in den Jungviehstall und die Jungtiere auf die Koppel. „So waren diese Tiere aus dem Gefahrenbereich“, meinte der Mifema-Chef Christian Schwager.

Das Löschwasser stammte von einem Hydranten und aus dem örtlichen Löschwasserteich. Durch die großen Mengen an benötigtem Wasser aus dem öffentlichen Netz, drohte die Versorgung im Dorf und in den Nachbarorten zusammen zu brechen. Um dies zu verhindern, wurde der Wasserversorger informiert, der entsprechende Maßnahmen einleitete.

An den Löscharbeiten beteiligten sich auch die Mitarbeiter des Agrarbetriebes vorbildlich. Mit viel Technik, darunter Radlader und Wasserwagen, haben die Mitarbeiter das Löschen unterstützt und später das Stroh - soweit möglich - auf eine benachbarte Fläche gebracht und dort selbstständig abgelöscht.

Gemeinsam konnte so das Feuer auf die Lagerhalle begrenzt werden, die Arbeiten dauerten aber bis in den frühen Morgen. Erst gegen 4.30 Uhr konnte ein Teil der Einsatzkräfte abgezogen werden, konnten sich die Mitarbeiter um das Melken kümmern, während die Kameraden aus Plauerhagen und Barkow die Brandwache übernahmen. Auch am gestrigen Vormittag kündete eine große Rauchwolke von dem nächtlichen Ereignis.

Zur Brandursache kann momentan noch nichts gesagt werden, die Beamten des Kriminaldauerdienstes haben noch in der Nacht ihre Ermittlungen aufgenommen. Auch ein Brandsachverständiger wurde hinzugezogen, um den Brandort zu untersuchen. Brandstiftung kann derzeit nicht ausgeschlossen werden, hieß es auf Nachfrage. Wie Klaus Wiechmann von der Polizeiinspektion auf SVZ-Nachfrage bestätigte, soll es in den vergangenen Tagen zu Zwischenfällen gekommen sein. So sollen Schlösser geöffnet und Tiere freigelassen worden sein. „Ob dieses im Zusammenhang mit dem Brand steht, ist aber derzeit sehr fraglich“, so Wiechmann.

Für die Bewohner des Ortes bringt dieses Feuer wieder Unruhe, „denn die Brände von Bussen und eines Wohnhauses in Plauerhagen in den Jahren 2011 und 2012 sind uns noch in guter Erinnerung und wir können nur hoffen, dass dies nicht auch eine Serie wird und der oder die Täter gefasst werden“, so Christian Schwager.


Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen