Lindebeck : Großfeuer vernichtet Einfamilienhaus

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Foto: Michael-Günther Bölsche

66 Kameraden von sechs Wehren bis zum Abend im Einsatz. Bewohner unverletzt

svz.de von
29. Dezember 2016, 18:36 Uhr

In Lindenbeck brannte heute ein Einfamilienhaus nieder. Die Bewohner (50 und 51) konnten sich unverletzt retten.

Eigentlich sollte das Haus, das die Eigentümer vor kurzem gekauft hatten, im kommenden Sommer die neue Heimstätte werden. Das Paar hatte sehr viel Zeit und Geld in den Umbau des alten Hauses gesteckt und sehr viele Arbeiten selbst ausgeführt. Doch gestern mussten sie zusehen, wie das Haus ein Raub der Flammen wurde. „Wir waren im seitlichen Anbau, eine Einliegerwohnung, als uns der Nachbar heraus klingelte und sagte, dass es brennen würde“, erzählt der Hausbesitzer. Selbständiges Löschen war sinnlos und so blieb nur die Alarmierung der Feuerwehr.

Gegen 16 Uhr erfolgte der Alarm und sehr schnell waren die Kameraden der Wehren aus Granzin, Greven und Werder vor Ort. Zusätzlich wurden die Kameraden aus Passow, Lübz und auch die Parchimer alarmiert. „Die Drehleiter und der Großtankwagen der Parchimer sind eine große Hilfe“, hieß es von der Einsatzleitung. Denn die Wasserversorgung wurde ein Problem. Die Entnahme aus dem örtlichen Löschteich reichte nicht aus und so wurde zusätzlich Pendelverkehr eingesetzt und Löschwasser aus dem Hydranten in Greven heran transportiert.  In der Zwischenzeit leistete der Parchimer Großtankwagen mit 20 000 Liter Wasser gute Dienste.

Es war schweres Arbeiten für die Kameraden, die starke Rauchentwicklung hatte es in sich und so konnte nur unter Atemschutz agiert werden. Der stellvertretende Amtswehrführer Eberhard Korf musste von der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Dargelütz noch zusätzliche Flaschen mit Atemluft holen, da die vorhandenen relativ schnell aufgebraucht waren.

Von der Drehleiter und von mehreren Steckleitern aus, wurde das Dach aufgenommen und die Flammen bekämpft. Diese hatten sich über das gesamte Dachgeschoss ausgebreitet und waren auch bis in das Erdgeschoss gelangt.

Bis gegen 20 Uhr wird der Einsatz mindestens noch dauern, meinte Danilo Urbutat von der Lübzer Wehr, der auch stellvertretender Amtswehrführer ist. Er führte gemeinsam mit Eberhard Korf, der ebenfalls stellvertretender Amtswehrführer ist, sowie dem Amtswehrführer und stellvertretenden Kreiswehrführer Rainer Auras den Einsatz vor Ort.

Die beiden Bewohner müssen zusehen, wie ihr Werk in wenigen Stunden vernichtet wird. „Das Dach ist neu und Dachgeschoss ist gerade fertig ausgebaut worden“, meinte das Paar und muss nun zusehen, wie alles vernichtet wird. Der Schaden wird nach ersten Schätzungen auf rund 100 000 Euro geschätzt. Zur Ursache kann derzeit noch nichts gesagt werden, die Ursachenforschung wird am Freitag durch die Kriminalpolizei aufgenommen werden. Die Durchfahrtsstraße in Lindenbeck war für die Dauer des Löscheinsatzes voll gesperrt.

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