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Verkehr : Großer Erfolg für dritte Südbahn-Sonderfahrten

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Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Die Triebwagen der ODEG waren schon beim ersten Halt in Lübz fast voll besetzt. Bereits rund 20.000 Euro wurden für den Fahrgastverband Pro Bahn gespendet.

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erstellt am 24.Jul.2017 | 05:00 Uhr

Am Sonntag fanden die dritten unter dem Motto „Steig ein. Fahr mit!“ stehenden Sommer-Sonderfahrten auf den Gleisen der Südbahn statt. Unter anderem ging es vormittags von Parchim über Lübz und Karow nach Plau am See und zurück und nachmittags von Parchim nach Malchow mit Halt in Plau am See auf der Rückfahrt.

Vormittags stieg mit Clemens Russell in Lübz der Mann zu, der maßgeblich seit Jahren den Widerstand gegen die Südbahn-Schließung aufrecht erhält. „Gott sei Dank haben wir nicht aufgegeben“, sagt er im Gespräch mit unserer Redaktion. Allein bei der ersten Fahrt gestern Vormittag war der Triebwagen mit gut 40 Gästen besetzt. Bäcker Lau sponserte zur Hälfte zwei große Blechkuchen, Rosemarie Haltinner hatte dazu passend mit Unterstützung von Birgit Bräuer sechs große Kannen Kaffee gekocht. Beides wurde für jeweils einen Euro angeboten und „ging weg wie warme Semmeln“, sagt Russell sichtlich begeistert. „Es waren wieder sehr fröhliche Fahrten mit Menschen in bester Stimmung. Wir hatten sowohl Besucher aus Paderborn aber auch aus Australien, so das die Ansagen in Deutsch und Englisch durchgegeben wurden.“

An den beiden ersten Sonderfahrtagen nahmen insgesamt rund 180 Gäste teil, was Russell angesichts der knappen Vorlaufzeit als gutes Ergebnis bezeichnet. Bis Anfang Juli habe der Fahrgastverband Pro Bahn zudem die beachtliche Spendensumme in Höhe von 19 305 Euro für den Erhalt der Bahnlinie eingenommen. Sein Landesvorsitzender Marcel Drews verkaufte gestern die Fahrkarten. Die Summe teilt sich wie folgt auf: 4280 Euro von Privatpersonen, 1000 Euro vom Verein der Bundestagsfraktion Die Linke e.V., 11 525 Euro Eigenmittel des Pro Bahn-Vereins und 2500 Euro Zuwendungen der Inselstadt Malchow.

„Seitdem im Nachbarlandkreis Mecklenburgische Seenplatte die wunderbare Lösung erarbeitet wurde, die Südbahn dort für zunächst zehn Jahre weiter verkehren zu lassen, beobachten wir bei unserem eine Schockstarre – aber ich kann mich natürlich auch irren“, sagt Russell und grinst. Unabhäbhängig davon wünsche sich seine Bürgerinitiative konstruktiven Dialog und habe entsprechende Signale sowohl an unseren Landkreis als auch an die neue Ministerpräsidentin gesendet: „Ich bin optimistisch, dass es nicht untergeht.“

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