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Nikolausbesuch und Tieranimation : Große Show für kleine Leute

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Die Kita in Werder setzte für ihr Weihnachtsfest einen neuen, überraschenden Akzent: Musiktheater Lilli Wünschebaum riss spielend dreißig Kinder mit.

Wegen der Tiere, die in Lilli Wünschebaums Theater eine Hauptrolle spielen, habe die Kita das Mitmachtheater aus Wietstock engagiert, sagt Leiterin Yvonne Zint: „Kinder haben einen starken Bezug zu Tieren. Oftmals bieten sie ihnen auch wichtige Rückzugsmöglichkeiten.“ Grundsätzlich müsse eine Kita denjenigen Kindern etwas geben, glaubt die Erzieherin, die auf Grund der familiären Verhältnisse nicht so viel erleben können: „Nicht alle Eltern können in den Ferien in immer andere Gegenden der Welt jetten.“

Da sorgte Lilli Wünschebaum alias Anke Rühmer allerdings auf ihre Art für Tickets in die weite Welt, nicht einmal vor dem Nordpol schreckte dieses Reiseunternehmen zurück. Bedingung: Alle Kinder hatten sich im langen Gänsemarsch und gegebenenfalls mit ausgebreiteten Armen der Flugroute oder der Fußexpedition anzuschließen, die faktisch durch den großen Saal des Gasthauses „Mecklenburger Hof“ führte, in der Fantasie aber über Kontinente hinweg. Und „Reiseleiterin“ Anke Rühmer konnte an die dreißig Kinder spielend dazu animieren, bis zuletzt voller Spannung und Eifer mitzumachen.

Zunächst aber wurde der traditionelle alljährliche Rahmen gespannt, nach dem Motto, Bewährtes muss gepflegt werden. Sechs Mädchen eröffneten die Feier mit einem Sternentanz, den sie im Rahmen eines „Sternenprojekts“ eingeübt hatten. Die Eltern hatten naturgemäß für Kuchen gesorgt, Kaffee wurde ausgeschenkt. Und dann kam er, bärtig und in roter Kutte, der Nikolaus, bürgerlich Dietmar Frädrich. Er versieht das legendäre Amt hier schon seit Jahren und begrüßte auch heute jedes Kind per Handschlag.

Das große Geschenk für alle aber war in diesem Jahr das Mitspieltheater, an dem auch die Eltern teilzunehmen hatten. Immer wieder ging es durch den Saal, bis das endgültige Ziel erreicht war: Das Tierhäuschen mit Zauberpforte. An dieser Stelle muss allerdings kurz ausgeholt werden, denn die Wesen, denen die Kinder am Ziel der Reise im Tierhäuschen nacheinander begegneten, waren nicht aus Plüsch gemacht und hingen nicht etwa an Fäden. Im Gegensatz zu fast allem anderen auf dieser Tour waren sie nicht imaginiert, sondern echt. Eine richtige Maus, winzig in ihrem winzigen Wohnwagen, machte den Anfang. Die Kinder drängelten sich um die Spielleiterin, versuchten die Maus zu streicheln, später Hahn und Huhn, einen Igel und sogar eine Schlange. Die Tiere zu berühren, das war allen offenbar ein großes Bedürfnis. Eine Möglichkeit, die virtuell eben nicht zu haben ist.

Anke Rühmer wachte darüber, dass den tierischen Schützlingen nicht zu sehr mitgespielt wurde. Die ausgebildete Sonderpädagogin, die die Kinder kleinschrittig, mit viel Charme und mit klaren Ansagen durch das Spiel führte, hatte für diese Show zunächst eine Ausbildung in „tiergestützter Kommunikation“ beim Leiter des Stralsunder Tierparks absolviert. Die Lizenz habe sie immer dabei, berichtet sie.

Zur Zeit bildet das Energiebündel vom Theater „Lilli Wünschebaum“ sich weiter, um ihre Show auch Senioren anbieten zu können. Ihren Erlebnisbauernhof in Wietstock kann, wer möchte, prinzipiell immer besuchen. Wahrscheinlich ist er eine Reise wert.










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