Plau am See : Große Fahrt mit kleiner Besetzung

Die Havelschipper unterhielten das Publikum mit bekannten Hits: Schlagzeuger Klaus Schönfeld, Sängerin Waltrud Potraffke und Akkordionist Hans Zeun.
Die Havelschipper unterhielten das Publikum mit bekannten Hits: Schlagzeuger Klaus Schönfeld, Sängerin Waltrud Potraffke und Akkordionist Hans Zeun.

Zum Januar-Stammtisch der CDU sangen und spielten die Potsdamer Havelschipper

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02. Februar 2019, 16:00 Uhr

„Sie ist unser Goldstück“, beteuerte der groß gewachsene Akkordeonspieler Hans Zeun mit Verve. Gemeint war die Sängerin des Potsdamer Chors Havelschipper, Waltrud Potraffke. Als das Trio sein Equipment im Saal des Klüschenberghotels zum Stammtischkonzert aufbaute, die Sängerin mittenmang, da fragte man sich stirnrunzelnd, wie die Frau in einen Shantychor geraten sei. Als dann aber Songs wie „Weiße Rosen aus Athen“ oder „Lili Marleen“ erklangen, wurde klar, dass das Repertoire nicht nur singende Seebären verlangte, sondern auch die weibliche Stimme.

Der Abend begann hektisch. Die Brandenburger Musikanten, von den „Plauer Seemännern“ empfohlen, waren auf der Anreise im Stau stecken geblieben. Also zog das Trio, angekommen, in aller Geschwindigkeit seine Kabel über die kleine Bühne, pflanzte die Mikrofone auf und begann fast aus dem Stand mit der bekannten, von James Last arrangierten Komposition „Biskaya“. Mit „Heut geht es an Bord” ließ sich das Publikum erwartungsvoll einschiffen. Natürlich kamen Fahrtenlieder, wie wir sie aus der Mundorgel kennen, dran: der „Hamburger Veermaster“ und „Wir lagen vor Madagaskar“.

Mit Reißzwecken wolle er schnell mal gurgeln, sagte Chorchef Hans Zeun, bevor „Rolling home“ erklang. Wie schön muss Nach-Hause-Kommen sein, wenn man lange weg war, mochte da mancher denken. Das Seemannslos zwischen Heim- und Fernweh verlieh aber auch Schlagern den Stoff und so hörten wir Lolitas „Seemann lass das Träumen“ und „Junge, komm bald wieder“ von Freddy. Das Programm ging auch über Land und in vielen anderen Themen auf große Fahrt.

Alles, was Stimmung macht, hieß letztlich das Motto der Musiker. Das Repertoire spannte sich etwa von „Rosamunde, schenk mir dein Herz“ bis zur Mecklenburg-Hymne (Mecklenburg mit langem „e“), vom „Treuen Husaren“ bis zu Rudi Schurickes „Capri-Fischern“.

Für das fast ausschließlich ältere Publikum war der Abend eindeutig eine Nostalgietour. Bertram Bednarzyk von Country Buffet saß auch im Publikum und bemerkte schmunzelnd: „Ein bisschen von gestern, aber lange nicht gehört.“ Darin lag der Reiz. Ob die Hits von gestern überlebt haben, entscheidet das Publikum – und es entschied schunkelnd, singend und schließlich sogar mit hin- und her wogenden Händen, als das unglaublich emotionale „Sierre Madre“ Gänsehaut machte.

Am Ende des Konzerts forderte eine Männerstimme: „Drei weiße Birken!“ Die Stimme gehörte dem Plauer „Seemann” Uwe Bohnhoff und flugs wurde er auf die Bühne geholt und musste das Lied selbst singen – was er auch gerne tat.

Schließlich erhoben sich alle anwesenden Seemänner von ihren Stammplätzen beim Stammtisch, um ihren Sangesbrüdern herzlich für diesen Abend zu danken. Monika Maria Degner

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