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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

21. Oktober 2017 | 08:48 Uhr

Großbrand in Goldberger Lagerhalle

vom

svz.de von
erstellt am 06.Dez.2011 | 06:55 Uhr

Goldberg | Es ist wenige Minuten nach 22 Uhr, in der Mildenitzstadt Goldberg heulen am Montagabend die Sirenen und rufen die Kameraden zum Einsatz. In der Crivitzer Chaussee brennt ein Gebäude, heißt es. Schon bei der Anfahrt wird klar, dass dies ein größerer Einsatz wird. "Eine Lagerhalle mit integrierten Umkleide- und Aufenthaltsräumen stand lichterloh in Flammen. Wir mussten umgehend weitere Kräfte anfordern", so Einsatzleiter Ulf Maaß später. Die Flammen schlagen meterhoch aus dem Dach der Halle und die Funken sowie starker Rauch wehten über die Crivitzer Chaussee. Aus diesem Grunde und da auch die vielen Fahrzeuge der Feuerwehr hier ihren Stellplatz hatten, wird die Straße für die gesamte Einsatzzeit gesperrt. Ein an der Straße stehender Unterstand wurde von dem Funkenflug erfasst und brannte ebenfalls in voller Ausdehnung. Von der WINGAS GmbH & Co. KG in Kassel, deren Subunternehmen für die Mitarbeiter des Erdgastrassenbaus das Areal angemietet hatte, erfuhren wir auf Nachfrage, dass hier Kokosmatten gelagert werden. "Diese werden für die Rekultivierung der Flächen nach dem Erdgastrassenbau benötigt", heißt es weiter.

Polizei schließt technischen Defekt nicht aus

Die starke Rauchentwicklung erschwert den Einsatz besonders. "Wir haben deshalb weitere Wehren, so auch aus Mestlin angefordert, da wir vor allem Atemschutzträger benötigen", meint Maaß. Die für derartige Einsätze ausgebildeten Kameraden können nur etwa 20 bis 30 Minuten unter Atemschutz agieren. So lange reicht etwa die 300bar Atemluft in den Flaschen. Dann müssen die Kräfte ausgetauscht werden. Auch die Drehleiter aus Plau wurde alarmiert, um die Brandbekämpfung aus luftiger Höhe aufnehmen zu können.

Insgesamt sind Kameraden aus Goldberg, Wendisch Waren, Diestelow, Dobbertin, Mestlin, Techentin und Plau im Einsatz. Sie können zwar einen Großteil der Lagerhalle- dort wo die Aufenthalts- und Umkleideräume sind - nicht mehr retten, aber das weitere Übergreifen auf die hintere Hälfte, in der eine Werkstatt und diverse Autos untergebracht sind, wird verhindert.

Das benötigte Löschwasser holen die Kameraden aus drei Unterflurhydranten. Doch das reicht nicht, um vor allem die Kokosmatten zu löschen. "Hier werden wir jetzt Schaum einsetzen, sonst brennt das noch bis zum frühen Morgen", sagt Maaß. Kurz vor halb eins in der Nacht kann der Leitstelle in Schwerin gemeldet werden, dass das Feuer im Wesentlichen aus ist, "Jetzt folgen die Restlöscharbeiten", heißt es.

Auch die Polizei ist am Einsatzort eingetroffen und nimmt erste Ermittlungen auf. Am gestrigen Morgen heißt es dann aus der Polizeiinspektion Ludwigslust, dass "eventuell ein Infrarotstrahler den Brand verursacht haben könnte. Einen technischen Fehler können wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausschließen, die Ermittlungen laufen aber noch", sagt Katja Herbert in der Pressestelle. Die Schadenshöhe wird mit rund 50 000 Euro angegeben.

Für die Einsatzkräfte war nach rund acht Stunden noch nicht richtig Feierabend, denn gegen 9 Uhr flammte erneut das Feuer auf und musste gelöscht werden.

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