Ein Herz dem Sport : Goldberger beschenken sich selbst

Am Nachmittag fand das Fußballturnier der C-Junioren in der Vorrunde der Kreismeisterschaft statt, hier die Jungs aus Dabel. Fotos: Michael-Günther Bölsche
Am Nachmittag fand das Fußballturnier der C-Junioren in der Vorrunde der Kreismeisterschaft statt, hier die Jungs aus Dabel. Fotos: Michael-Günther Bölsche

Die Goldberger weihten am Sonnabend offiziell die sanierte Mehrzweckhalle ein und die Jugend übernahm sie bei zwei Turnieren sofort.

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07. Dezember 2014, 22:00 Uhr

Die Freude war allen Beteiligten anzusehen, als sie die Turnhalle an der Walter-Husemann-Schule in der John-Brinckman-Straße betraten. Schon von außen ist zu sehen, dass hier fleißige Handwerker am Werk waren. Auch wenn die volle grüne Pracht erst im Frühjahr zu bewundern sein wird, so ist der Haupteingangsbereich bereits jetzt einladend gestaltet. Es wirkt alles etwas größer, freundlicher.

Vorbei an dem grundlegend veränderten Sanitärbereich inklusive einer behindertengerechten Toilette für die Besucher, vorbei am neuen Imbissraum betritt man die neue Halle, die nun dem Schulsport gleichermaßen dient wie dem Vereins- und Freizeitsport sowie anderen Veranstaltungen.

Auch wenn die Halle erst am Sonnabend offiziell in Betrieb genommen wurde, bewährte sie sich eine Woche zuvor bereits als Mehrzweckhalle beim karnevalistischen Auftakt (SVZ berichtete).

Bürgermeister Peer Grützmacher hob in seiner kurzen Ansprache die Zusammenarbeit aller Beteiligten hervor und dankte insbesondere Anett Voß vom Bauamt, die stets die Koordinierung zwischen Planungsbüro und Baubetrieben, die fast alle aus der Region kamen, im Blick hatte. „Jetzt ist diese Turnhalle zu einer echten Mehrzweckhalle geworden, und durch die energetische Sanierung in den vergangenen Monaten werden die Energiekosten künftig deutlich gesenkt werden“, so Grützmacher, der gemeinsam mit dem 2. Vorsitzenden des TSV Goldberg die Eröffnung vornahm.

Geschätzt werden etwa zwischen 10 000 und 12 000 Euro, die pro Jahr eingespart werden. Verbessert wurde auch die Sicherheit für Aktive und Besucher. Das gesamte Notruf- und Alarmsystem, die Fluchtwege und der Prallschutz wurden den gesetzlichen Vorgaben angepasst und für die Geräte wurden Räume in einem neuen Anbau geschaffen. Bei einem Rundgang, den Anett Voß vom Bauamt leitete, überzeugten sich Gäste auch von den deutlich verbesserten sanitären Bedingungen für die Sportler sowie von dem Schiedsrichterraum, der ebenfalls neu geschaffen wurde. Auch in die Akustikdecke und in das Belüftungssystem wurde investiert.

1,7 Millionen Euro hat dieser zweite Bauabschnitt, der im April diesen Jahres in Angriff genommen wurde, gekostet. Durch die Zuweisung von Sonderbedarfsmitteln über zwei Jahre wurden 1,2 Millionen gefördert und aus Eigenmitteln (u.a. Kredite) blieben für die Stadt rund 500 000 Euro.

Auch wenn dieser Abschnitt jetzt vollendet wurde, so sind auch im kommenden Jahr weitere Maßnahmen geplant. Die Heizung, zur Zeit noch mit Öl befeuert, wird auf eine stromerzeugende Bioerdgas-Heizung mit Kraftwärmekopplung (BHKW) umgestellt und es wird die Abwärme genutzt. Vorgesehen ist künftig die Nutzung von Heizung und Warmwasser auch für die Wohnungen der John-Brinckman-Straße als Nahwärmenetz.

„Es ist einfach toll geworden und man freut sich für die Mildenitzstadt Goldberg und die Nutzer dieser Halle“, schwärmt Franz Wessig. 40 Jahre wirkte er an der Schule als Sportlehrer, und er besitzt eine umfangreiche Chronik mit Bildern, kurzen Texten und Zeitungsausschnitten aus der Zeit des Entstehens der Halle. Baubeginn war einst am 1. Oktober 1981, Richtfest wurde ein halbes Jahr später am 23. April 1982 gefeiert. „Aber Weihnachten ist ein guter Zeitpunkt, denn die Einweihung fand am 23. Dezember 1982 statt, zu Nikolaus vor fünf Jahren wurde der 1. Bauabschnitt der Sanierung beendet und jetzt am Nikolaustag 2014 feiern wir das Ende des zweiten Bauabschnittes“, freuen sich alle Beteiligten.

Als eine der ersten sportlichen Veranstaltungen wurde die Vorrunde zur Kreismeisterschaft im Fußball in der neuen Halle ausgetragen und zwar am Vormittag die E-Junioren und am Nachmittag spielten die C-Junioren.


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