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Aus der Stadtvertretung : Goldberg wird Energielieferant

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Wemag Energie Dienste und Mildenitzstadt gründen Goldberger Wärme GmbH . Die Stadt erhält 55 Prozent der Anteile.

Ein Goldberger Großprojekt steht in den Startlöchern – die Goldberger Wärme GmbH wurde bereits im Januar dieses Jahres gegründet. Derzeit sind die Wemag Energie Dienste die alleinigen Gesellschafter. Doch das soll sich bald ändern. Mit 55 Prozent will die Stadt Goldberg in die Gesellschaft einsteigen; die Wemag erhält 45 Prozent. Momentan ist Torsten Hinrichs, Ansprechpartner bei der Wemag für Erneuerbare Energien, der alleinige Geschäftsführer.

Seit gestern stehen die Zeichen auf Grün – auch seitens der Kommunalaufsicht des Landkreises Ludwigslust-Parchim. „Es ging um kleine Änderungen im Vertrag, die aus unserer Sicht so marginal sind, dass die Stadt Goldberg dadurch nicht benachteiligt wird und deshalb auch ohne Beschlussvorlage jetzt in die Gesellschaft einsteigen könnte“, erklärt Christopher Pöschke, Fachdienstleiter Kommunalaufsicht, auf SVZ-Nachfrage. Entscheidend für die Kommunalaufsicht ist die Wirtschaftlichkeit eines solchen Projektes. „Wir sehen diesem Vorhaben sehr positiv entgegen. Dennoch war uns wichtig, dass Goldberg keine Verluste damit macht“, verdeutlicht Christopher Pöschke. Auch Stadtkämmerin Heike Stein steht der GmbH positiv gegenüber. Grund: Die Stadt könne mit Rückläufen von 60  000  Euro jährlich rechnen, die in den städtischen Haushalt fließen. Allerdings ein wenig zeitversetzt: „Die Gelder werden drei Jahre nach Inbetriebnahme des BHKW fließen“, so Heike Stein.

Für rund zwei Millionen Euro wird die Wemag ein Fernwärmenetz im Goldberger Stadtgebiet – Bollbrügger Weg/John-Brinckman-Straße – bauen. In einem ersten Schritt sollen alle kommunalen Einrichtungen im Bereich John-Brinckman-Straße nahwärmetechnisch erschlossen werden. Dazu zählen Schule, Mehrzweckhalle und in Zukunft auch die Kindertagesstätte. Die Gebäude der Wohnungsgesellschaft Goldberg (WoGeGo) werden ebenfalls erschlossen.

Das technische Konzept steht: Die Wemag wird auf dem Gelände der Goldberger Agrargenossenschaft e.G. Flächen und Gebäude anmieten bzw. pachten, um dort die entsprechende Technik zu installieren – Stichwort Blockheizkraftwerk (BHKW). Dieses wird mit Biogas betrieben. Das Rohbiogas wiederum liefert die Agrar eG. „Wir wollen nicht nur den Strom nutzen, sondern auch die Wärme, die in einer Biogasanlage entsteht, nutzen“, erklärt Torsten Hinrichs. Wemag und die Stadt Goldberg werden Abnehmer werden. „Gemeinsam mit uns wird Goldberg demnächst einer der größten Stromlieferanten sein“, so der Wemag-Mitarbeiter weiter. Technische und vertragliche Voraussetzungen sind geschaffen, jetzt fehlen nur noch die baulichen. Mit dem Bau könne nun aber auch bald begonnen werden.  

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