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Feuerwehr Goldberg auf dem neuesten Stand der Technik : Glutnester schneller finden

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Brände werden oft schnell gelöscht, doch ist manchmal nicht klar, ob wirklich alle Glutnester entdeckt sind. Dank einer neuen Wärmebildkamera kann die FFw Goldberg nun versteckte Glutnester und Personen aufspüren.

svz.de von
erstellt am 06.Feb.2013 | 10:26 Uhr

Goldberg | Es war am 14. September vergangenen Jahres: Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Goldberg löschten gemeinsam mit den Mestlinern einen Kuhstallbrand in dem Storchendorf. Zwar war das Feuer relativ schnell unter Kontrolle, jedoch standen die Einsatzkräfte vor der Frage, ob sie wirklich alle Glutnester entdeckt hätten. "Über dem Stall im dortigen Boden könnten sich noch welche befinden, die schnell für weiteres Feuer sorgen", meinte damals Goldbergs Wehrführer Ulf Maaß.

Man war kurz davor, die Kameraden aus Plau oder Parchim zu Hilfe zu holen. "Die haben eine Wärmebildkamera, mit der Glutnester aufgespürt werden können, wir im Amtsbereich haben so etwas leider nicht, obwohl wir uns schon öfter die Frage nach dem Einsatz derartiger Technik stellten", so Maaß. Jetzt hat diese Ungewissheit ein Ende und die Kameraden im gesamten Amtsbereich können nun auch versteckte Glutnester oder auch Personen aufspüren.

Am Wochenende wurde von Andreas Linda und Michael Merboth von der Brandschutztechnikfirma Kerschke eine Wärmebildkamera des Typs UCF 7000 der Firma Dräger überreicht. Es handelt sich um eine Kamera mit Aufnahmefunktion und der Möglichkeit des "Einfrierens" von Bildern. Dadurch ist es auch möglich, "um die Ecke" zu agieren, ohne dass man sich selbst möglicherweise in die Gefahrenzone begibt. Sie ist relativ einfach mit einer Hand zu bedienen und kann bei der Suche nach Glutnestern oder auch bei der Personensuche eingesetzt werden. Nach einer ersten Einweisung im Gerätehaus befassten sich die Kameraden intensiv damit und werden auch an den kommenden Dienstabenden an der neuen Technik ausgebildet.

Finanziert, immerhin rund 10 000 Euro, wurde diese Technik von der Stadt Goldberg. "Damit ist die Technikausrüstung deutlich verbessert worden. Möglich wurde die Finanzierung durch die Fusion der Gemeinden Diestelow und Wendisch Waren mit der Stadt Goldberg, wodurch die finanziellen Mittel effektiver eingesetzt werden können", so Bürgermeister Peer Grützmacher. Die Wärmebildkamera kommt nicht nur der Feuerwehr der Mildenitzstadt zugute , sondern auch den Wehren im gesamten Amtsbereich. Damit ist die verbesserte Technikausstattung zugleich eine Verbesserung der Technik aller Wehren. In Zeiten knapper Kassen ist so eine effektive Verwendung finanzieller Mittel das beste Mittel, die Wehren einsatzbereit zu halten.

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