Gütesiegel : Glück für Plau: Stadtwald ist anders

Enthüllten gestern das PEFC-Schild: Hubertus Ritter v. Kempinski, Vorsitzender der Regionalen PEFC-Arbeitsgruppe MV, Sebastian Lohse, Regionalassistent bei der PEFC, und Plaus Bürgermeister Norbert Reier. Fotos: SIMONE HERBST
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Enthüllten gestern das PEFC-Schild: Hubertus Ritter v. Kempinski, Vorsitzender der Regionalen PEFC-Arbeitsgruppe MV, Sebastian Lohse, Regionalassistent bei der PEFC, und Plaus Bürgermeister Norbert Reier. Fotos: SIMONE HERBST

Der Luftkurort trägt das Siegel für nachhaltige Waldbewirtschaftung und Nutzung. Gestern wurde am Steindamm ein Schild enthüllt.

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12. Mai 2017, 05:00 Uhr

Ökologisch sinnvoll, · wirtschaftlich tragfähig, unabhängig, glaubwürdig, sozial gerecht, touristisch wertvoll - das sind die Attribute, mit denen sich der Plauer Stadtwald jetzt schmücken darf und die ihn auch in der Zukunft auszeichnen sollen. So ganz neu ist das alles nicht. Schon seit Generationen bewirtschaftet die Stadt Plau am See ihren Stadtwald – ein Areal von ca. 420 Hektar – nachhaltig. Was taufrisch ist, ist die Zertifizierung, die Voraussetzung für eine Förderung in den kommenden Jahren ist. 2016 erfolgt, enthüllten Hubertus Ritter v. Kempinski, Vorsitzender der Regionalen PEFC-Arbeitsgruppe MV, Regionalassitent Sebastian Lohse und Plaus Bürgermeister Norbert Reier gestern bei einem Ortstermin ein PEFC- Waldschild mit der Aufschrift „Dieser Wald ist anders“.

Das PEFC-Siegel bekommen nur Waldbesitzer, die die hohen (internationalen, nationalen und MV-)Standards der weltweit größten unabhängigen Organisation zur Sicherstellung und stetigen Verbesserung nachhaltiger Waldbewirtschaftung erfüllen. Dazu zählen u.  a. der Verzicht auf Kahlschläge und der Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden, eine natürliche Verjüngung durch Unterforstung, aber eben auch solche Kriterien wie sachgerechte Entlohnung und Einhaltung hoher Normen, um Unfallrisiken zu minimieren. Auch diejenigen, die Holz aus zertifizierten Beständen erwerben und verarbeiten, müssen das PEFC-Siegel nachweisen.

„Wir freuen uns, dass sich Plau am See der großen PEFC-Familie angeschlossen hat“, sagte Sebastian Lohse, Assistent der Regionalen PEFC-Arbeitsgruppe MV. Die besteht übrigens seit 1999, führt in den Beständen der Vereinsmitglieder regelmäßige Audits durch, steht ihnen aber auch mit Expertenrat zur Seite. „Diese Qualitätsprüfungen sind wie ein Wald-TÜV und deshalb wichtig für die Kommune“, so Lohse.

Plau will noch weitergehen. Der größte Teil des Plauer Stadtwaldes ist heute Naturschutzgebiet. In Kooperation mit dem MediClin Krankenhaus und der angeschlossenen Reha-Klinik soll in der ca. 51 Hektar großen Quetziner Stadtwaldlunge, wo es bereits einen Naturlehrpfad gibt, den Einheimische, Schulklassen und Touristen gleichermaßen nutzen, ein Heil- und Kurwald entstehen. „In den nächsten Monaten müssen wir dafür noch einige Probleme aus dem Weg räumen“, kündigt Bürgermeister Norbert Reier und meint u.  a. Flächenerwerb für Zuwegungen. Ein vorliegendes Waldgutachten bescheinigt dem Areal viel therapeutisches und touristisches Potenzial. Stadt, Klinik und Kneippverein wollen es gemeinsam nutzen.

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