Lübz/Parchim : Glimmstängeln den Kampf ansagen

Immer mehr Menschen in Deutschland geben das Rauchen auf.
Immer mehr Menschen in Deutschland geben das Rauchen auf.

SVZ rückt Suchterkrankungen und Hilfsangebote in den Fokus – Heute: Welche Möglichkeiten gibt es, um mit dem Rauchen aufzuhören?

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12. Oktober 2019, 05:00 Uhr

„Rauchen ist ungesund“ – dieser Spruch ist vermutlich jedem Raucher mindestens einmal im Leben entgegnet worden. Sind es doch meistens die Nichtraucher, die ihren qualmenden Mitmenschen diesen Hinweis geben. Doch leider stimmt es: Rauchen ist ungesund. Nach Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, enthält Tabakrauch über 4800 verschiedene Substanzen – die meisten Stoffe sind giftig und krebserzeugend. Das Gift wird beim Inhalieren über die Lunge aufgenommen und dann im gesamten Körper verteilt. Somit kann jedes einzelne Organ geschädigt werden. Die Bundesbehörde rief die „rauchfrei“-Kampagne ins Leben, sie soll Raucher und Nichtraucher über Gesundheitsrisiken aufklären. Zudem will die Initiative aufzeigen, wie „Aufhörwillige“ ihren Konsum verringern können. Informationen und Angebote zum Thema Nichtrauchen sind unter anderem im Internet zu finden, hier gibt es auch ein Online-Ausstiegsprogramm. Weiterhin bietet die Bundeszentrale auch eine Servicenummer an, unter der sich Betroffene telefonisch Rat suchen können.

Manche Menschen suchen sich Unterstützung bei Ärzten und Therapeuten. So wendet Ines Förster aus der Parchimer Hypnose-Praxis, bei einigen Patienten Hypnose zur Rauchentwöhnung an. „Das Verfahren bringt den Patienten in eine tiefe Entspannung, bei der abgespeicherte Daten im Unterbewusstsein verändert werden können“, erklärt Förster auf Nachfrage. Die Hypnose-Therapeutin ginge zusammen mit ihrem Patienten auf die Suche nach den Emotionen, die mit Nikotin kompensiert werden. „Das Motiv, warum jemand raucht, ist im Unterbewusstsein fest verankert“, sagt Förster. Während des Trance-Zustandes könnten sich Patient und Therapeut dem Suchtthema nähern und die Motivation umwandeln. „Danach kommen die Nichtraucher-Sitzungen, in denen sich der Patient bewusst gegen die Zigaretten entscheidet“, sagt Ines Förster. Zudem bringe sie ihren Patienten Selbst-Hypnose bei, so dass sie diese Methode bei starkem Verlangen anwenden könnten.

Auch in der Apotheke gibt es Hilfestellungen für den Rauchstopp. Die Elde-Apotheke in der Lübzer Innenstadt bietet Nikotinpflaster, Kaugummis und ein Mundspray zur Rauchentwöhnung an. „Die Nikotin-Kaugummis werden mit am meisten genommen“, so Kathrin Pagel-Zander, Pharmazeutisch-Technische Assistentin in der Lübzer Apotheke. Sie verrät gegenüber SVZ, dass es sich bei der Rauchentwöhnung um eine ausschleichende Therapie handeln würde, die bis zu drei Monate andauern könne.

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