20 Fragen an Knut Neumann : Glasermeister auf hoher See

Knut Neumann
Knut Neumann

Der Lübzer Knut Neumann kommt aus einer Schifffahrtsfamilie und ist leidenschaftlicher Sammler maritimer Dinge

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01. Januar 2016, 15:32 Uhr

Knut Neumann ist in der Eldestadt vor allem als Fachmann für Glas bekannt. Als einer der letzten Meister seines Fachs fertigt er unter anderem Bleiverglasungen an. Doch dieser berufliche Weg war sein zweiter, den er einschlug. Der Handwerkermeister liebt alte Dinge und bekennt sich als leidenschaftlicher Sammler. Er sammelt vor allem maritime Dinge aus der Schifffahrt. „Ich komme aus einer Wasserfamilie und habe viele Stunden meiner Kindheit auf dem Wasser verbracht“, sagt der Freizeitkapitän. Seine Eltern hatten ein ehemaliges Fahrgastschiff zum Familienboot umgebaut. Sein Großvater arbeitete vor dem Krieg in Danzig in der Schleppschifffahrt und sein Vater war Strommeister. Bei dieser familiären Prägung lag es nahe, dass Knut Neumann 1979 Wasserbautechniker lernte. Auch das Grundstück liegt direkt an der Elde-Müritz-Wasserstraße. Noch im alten Jahr nahm er sich spontan die Zeit, SVZ-Volontärin Wibke Niemeyer die 20 Fragen zum Wochenende zu beantworten.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz in der Region?
Knut Neumann: Auf dem Plauer See mit meiner Familie. Wir haben dort einen festen Liegeplatz und schippern im Sommer bis nach Berlin, wo unsere Kinder wohnen. Hier kann man sich vom Büroalltag entspannen und abschalten.

Wären Sie Bürgermeister, was würden Sie sofort verändern?
Im Großen und Ganzen ist Lübz ein nettes Städtchen und wir können uns innenstadtmäßig nicht beklagen. Als Bürgermeister würde ich mehr Anlegeplätze für Schiffe auf der Wasserstraße schaffen, um den Tourismus zu beleben.

Wo kann man Sie in der Region am ehesten antreffen?
Wenn ich nicht gerade auf einer Baustelle im Außendienst tätig bin, dann in meiner Firma.

Was wollten Sie als Kind werden?
Elektriker. Ich hatte eine elektrische Eisenbahn und wollte diese technisch selbst weiterentwickeln.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient und wofür haben Sie es ausgegeben?
Mit Altmaterial sammeln und Flaschen sortieren in der Brauerei. Das waren typische Nebenjobs. Das Geld habe ich gespart und mir dann einen Trabant gekauft – in himmelblau.

Was würden Sie gerne können?
Ein Instrument spielen und Singen können. Ich habe lange im Karneval mitgewirkt, unter anderem im Elferrat. Für die Shows habe ich viele Künstler kennengelernt und ihr Gesangstalent bewundert.

Was stört Sie an anderen?
Intoleranz und Missgunst sowie Überheblichkeit anderen Menschen gegenüber.

Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Weihnachten beim Fest mit der Familie. Wenn wir zusammensitzen, dann kommen die alten Geschichten von früher auf den Tisch.

Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Da blicke ich auf meine Jugendzeit zurück. Im jugendlichen Leichtsinn habe ich die Brunnenfigur umgeworfen. Das bereue ich.

Wer ist Ihr persönlicher Held?
Meine Frau Carmen. Sie hat Fähigkeiten, die ich nicht habe und damit ergänzen wir uns. Wir ziehen immer an einem Strang.

Welches Buch lesen Sie gerade?
Ich lese sehr viele Bücher, vor allem aus dem maritimen Literatur-Genre. Zuletzt habe ich den Roman „Die Gejagten“ von Jack Reacher gelesen.

Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Eine bestimmte Serie, die ich verfolge, habe ich nicht. Aber Dokumentationen auf Phoenix – die verpasse ich nie.

Wo trifft man Sie eher: Auf dem Fußballplatz oder bei einer Sportübertragung vor dem Fernseher?
Wenn dann bei einer Sportübertragung vor dem Fernseher – auch auf dem Boot. Dann schaue ich mir die Spiele vom FC Bayern München und unserer Nationalmannschaft bei Welt- bzw. Europameisterschaften an. Letztere auch schon mal beim Public Viewing in Berlin.

Wen würden Sie gerne mal treffen?
Ich würde gerne mal mit Helene Fischer einen Kaffee trinken. Zweimal habe ich sie bei einem Konzert live gesehen, zuletzt während ihrer Stadiontour 2015 im Berliner Olympiastadion.

Was kommt bei Ihnen auf den Tisch?
Deftige Hausmannskost, vor allem Fleisch, aber auch Fisch. Unser Kühlschrank ist immer gut gefüllt.

Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
Mit der Musik der 80er Jahre. Zu dieser Zeit haben meine Frau und ich uns kennengelernt – sie ist meine Jugendliebe.

An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne, und von wem haben Sie es bekommen?
Ich bekomme immer schöne Geschenke. Aber vor allem erinnere ich mich gerne an die Geburt meiner beiden Kinder zurück.

Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Den Traum, einmal Amerika zu bereisen, habe ich mir schon erfüllt. Als nächstes möchte ich gerne eine Weltreise auf einem Kreuzfahrtschiff machen. Da muss ich aber erst noch Überzeugungskraft bei meiner Frau leisten.

Was werden Sie als Rentner machen?
Ein bisschen Zeit habe ich ja noch. Aber ich nehme mir vor, dann viele Regionen in Deutschland und Holland zusammen mit meiner Frau mit dem Schiff zu befahren.

Wem sollten wir ebenfalls diese Fragen stellen?
Meinem guten Freund und Malermeister Dieter Grosser aus Lübz.

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