Museales : Gläserne Raritäten aus Seen „gefischt“

Taucher Andreas Schuldt und Hechtkönig Alfredo Jodzeck (v.l.)  übergeben Museumsleiterin Roswitha von Pich Lipinski einen Teil ihrer geborgenen gläsernen Schätze.
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Taucher Andreas Schuldt und Hechtkönig Alfredo Jodzeck (v.l.) übergeben Museumsleiterin Roswitha von Pich Lipinski einen Teil ihrer geborgenen gläsernen Schätze.

Die Taucher vom Team Hechtkönig bargen aus verschiedenen Seen in der Region Schätze, die jetzt im Goldberger Museum zu sehen sind.

svz.de von
11. Dezember 2014, 22:00 Uhr

Das Heimatmuseum von Goldberg ist seit kurzem um einige interessante Ausstellungsstücke reicher. Und das hat es vor allem den Tauchern vom Team Hechtkönig – es hat seinen offiziellen Sitz in Witzin bei Sternberg – zu danken. Es ist vor allem der Güstrower Taucher Andreas Schuldt, der, wenn er ins Wasser steigt, garantiert mit irgendeinem Schatz wieder auftaucht. Er und sein Taucher-Kollege Frank Weidmann haben schon fast alle Seen in der näheren Umgebung „abgegrast“. So zum Beispiel in Rühn den See bei Kloster, den Langensee bei Bützow, den Weißen See bei Weiße Krug, den Schorssow-See beim Schloss, den Gremmeliner Hofsee und etliche andere. Und was sie dabei zutage förderten, ist schon beachtlich. Hauptsächlich bargen sie sogenanntes Waldglas in verschiedenen Formen und Farben. Und so kamen im Laufe der Zeit etliche Gefäße und andere Gegenstände zusammen, die jetzt einen angemessenen Platz im Goldberger Museum gefunden haben.

Taucher Andreas Schuldt und „Hechtkönig“ Alfredo Jodzeck, der Leiter des Teams, brachten eine ganze Kiste voller gläserner Schätze zu Roswitha von Pich Lipinski, der Museumsleiterin. Die sich natürlich riesig über den Neuzugang freute. Und zum Dank lud sie das Team Hechtkönig zum Museumsfest im Mai kommenden Jahres nach Goldberg ein. Die Schatzsucher indes versprachen ihr, aus diesem Anlass noch weitere Funde, wie Ton- und Keramig-Gefäße aus den umliegenden Seen und Teichen, mitzubringen und damit das Museum zu bereichern.

Bei Glas handelt es sich um eine Masse, die durch Verschmelzen von Kieselsäure mit einem Alkali und Salz entstanden ist. Vom 17. bis 19. Jahrhundert erfolgten in Mecklenburg-Schwerin etliche Hüttengründungen.

Aus dem Naturpark Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See sind Glashütten in Sukow, Lelkendorf. Pohnstorf, Hohen Mistorf, Retzow, Nienhäger Hütte, Remplin, Panstorf Glasow, Alt Panstorf, Klaber, Rothspalk, Dersentin, Kuchelmiß, Wilser Hütte, Klein Luckow, Bockholt, Karstorf, Schorssow, Basedow, Lütgendorf, Rehberg, Sapshagen, Alte Hütte Marxhagen, Neue Hütte Marxhagen II und II, Panschenhagen, Levenstorf, Schönau und Klein Vielist bekannt.

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