Einsatz für die Stadt : Gewerbeverein arbeitet erfolgreich

Ramona Schmidt, Vorsitzende des Lübzer Gewerbevereins, mit einem Teil ihrer Kollegen
Ramona Schmidt, Vorsitzende des Lübzer Gewerbevereins, mit einem Teil ihrer Kollegen

In Lübz wurden 2017 zehn neue Mitglieder gewonnen. Kritik gibt es an unsauberen Stellen und widerrechtlich benutzten Papierkörben. Der selbst erstellte Kalender kommt auch 2018.

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10. Februar 2018, 12:00 Uhr

Die Zahl der Mitglieder im vergangenen Jahr um zehn auf jetzt 38 erhöht – ein für den hiesigen Gewerbeverein großer, auf seiner jüngsten Vorstandssitzung genannter Erfolg. „Wir haben mit Leuten gesprochen und hatten nie Bedenken, viel tun zu müssen“, sagt die Vorsitzende Ramona Schmidt. Helmuth Lau ergänzt: „Dazu gehört Überzeugungsarbeit. Ein Selbstläufer ist es bestimmt nicht!“ Wichtig sei, nicht nur zu jammern, sondern „auch mal auf den Tisch zu hauen, um sich Gehör zu verschaffen“. Das setze Ausrufezeichen.

Wenigstens ein kleiner Schritt zur Wiederbelebung leerer Schaufenster sei, sie zum Beispiel mit ansehnlicher Werbung zu versehen und so wieder für etwas mehr Leben zu sorgen – eine vom Gewerbeverein angeschobene Idee. Im ehemaligen Geschäft von „Gaud Kieken“ etwa habe man dies mit einer großen, vom Karnevalsverein aufgestellten Figur erreicht. Schlecht sei gleichzeitig, wenn die Verursacher die vor allem an leerstehende Häuser geklebten Werbeplakate wie etwa für das Kindertheater zu Weihnachten nach Ende der Veranstaltungen nicht wieder entfernen und sie durch Verwitterung an mehreren Stellen einen schmuddeligen Eindruck von der Stadt vermittelten. Offenbar wüssten viele Veranstalter nicht, dass Aushängungen genehmigungspflichtig seien.

Den Punkt Ordnung und Sauberkeit in Lübz kritisiert der Gewerbeverein unter anderem am ehemaligen Krankenhaus und am Bahnhof. „Dort ist jetzt wenigstens ein bisschen passiert, aber es reicht nach unserer Auffassung nicht aus“, meint Ramona Schmidt. Sie kritisiert zudem grundsätzlich, dass unter anderem auch im gesamten Gewerbegebiet kein einziger Papierkorb stehe, weshalb man dort immer wieder zum Beispiel den Dreck finden könne, den die Unternehmen ansteuernden Lkw-Fahrer dort hinterließen. Dabei allein wollten es mehrere Mitglieder des Gewerbevereins nicht bewenden lassen und fügten hinzu, dass dort, wo öffentliche Papierkörbe stehen, gleichzeitig immer wieder illegal privater Hausmüll in ihnen abgeladen werde – nicht nur verboten, sondern nach ihrer Meinung auch eine Unverschämtheit. Als ebenso schlimm müsse man den gegenwärtigen Zustand des Einkaufszentrums bezeichnen, wo kein Fortschritt zu erkennen sei.

2017 wurde die Herausgabe des Kalenders mit Lübzer Motiven sehr erfolgreich fortgesetzt: Die Verkaufszahl verdreifachte sich, Exemplare gingen bis nach Kanada und in die Schweiz. Auch für 2019 soll ein Kalender entstehen.

Auch auf dem jüngsten Turmfest hat der Gewerbeverein erfolgreich Bier ausgeschenkt. „Die Resonanz war sehr gut“, sagt Ramona Schmidt. So gut wie alle durch den Verein erzielten Einnahmen kämen dem teuren Erhalt ihres „Babys“, der weihnachtlichen Lichterkette, zugute. Dank gelte hier dem städtischen Bauhof und den Stadtwerken für ihre Unterstützung.

Darüber hinaus hat der Verein den Weihnachtsmarkt mit dem Auftritt eines Feuerspuckers unterstützt und sich erneut um den Aufbau des Märchenwaldes im Rosengarten kümmert. Froh sei man darüber, dass er von Vandalen verschont blieb.

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