Silvesterhimmel wird leuchten : Gewappnet für die letzte „Schlacht“

Stefan Neutmann und seine beiden Neffen Jonas (M.) und Louis suchten sich drei Batterie-Feuerwerke aus. Hagebaumarkt-Mitarbeiter Enrico Pohl (l.) findet: „Eine gute Wahl.“
Stefan Neutmann und seine beiden Neffen Jonas (M.) und Louis suchten sich drei Batterie-Feuerwerke aus. Hagebaumarkt-Mitarbeiter Enrico Pohl (l.) findet: „Eine gute Wahl.“

Freunde des nächtlichen Feuerwerks zum Jahreswechsel haben sich ordentlich eingedeckt. Mehrschuss-Batterien scheinen der absolute Renner, vor „Polenböllern“ wird ausdrücklich gewarnt

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30. Dezember 2014, 20:30 Uhr

Am Montag startete der Feuerwerksverkauf in vielen Verkaufsstellen der Region. Und es war wohl auch der Tag mit dem größten Andrang. „Wir können unseren Kunden noch fast das ganze Sortiment anbieten, doch der Verkauf läuft schon sehr gut“, freut sich Enrico Pohl, Mitarbeiter bei Hagebaumarkt. Sonst Experte in der Gartenabteilung, ist er noch bis heute Mittag 13 Uhr der „Feuerwerker“ im Fachmarkt. Und er kennt den Geschmack seiner Kundschaft. „Immer wieder gern gekauft werden Tischfeuerwerke. Da hat die ganze Familie was von, von ganz Klein bis Groß. Bei einer Feier sind diese Miniraketen ein Highlight, das die Stimmung hebt“, ist er überzeugt. Was auch immer gut gehe, seien Familiensortimente. Das sind die vorverpackten Tüten mit unterschiedlichsten Raketen, Böllern, Tischfeuerwerk und Knallern. „Auch die haben wir an den ersten beiden Tagen sehr gut verkauft“, so Pohl. Gleiches gilt für die Kollektion der Chinaböller, die vor allem beim jungen Publikum sehr beliebt ist. „Warum? Naja, die machen halt ordentlich Krach“, lacht der Hagebau-Mitarbeiter.

Dennoch beobachtet der 34-Jährige seit Jahren einen Trend. Der geht hin zu den Batterie-Feuerwerken. „Diese Verbundbatterien sind wie richtige kleine Pyroshows; einmal angezündet zündet eine Rakete nach der anderen, bis zu 150 Schuss. Da ist man nicht dauernd mit dem Zünden beschäftigt, da hat man auch was davon.“ Allerdings sollte man nie versäumen, die Gebrauchsanleitung aufmerksam zu lesen, rät er.

Von den „Polenböllern“ hält Pohl gar nichts. Vielmehr warnt er dringend davor: „Diese Dinger sind sehr gefährlich, weil sie unberechenbar sind.“ Verarbeitet werden darin zum Teil Industriesprengstoff und, um den Druck auf die Ladung zu erhöhen, auch Keramik- und Porzellanfassungen. „Beim Zünden splittern die natürlich. Und wenn man dann daneben steht, ist man ein Kollateralschaden.“

Auch Stefan Neutmann hält nichts von den ungeprüften „Nahkampfmitteln“. Der Schweriner war gestern mit seinen Neffen Jonas und Louis zum Feuerwerk-Shopping im Lübzer Hagebau. Drei Batterien haben sich die „Männer“ ausgesucht. Wenn die heute bei der großen Familienfeier in Retzow vorschriftsmäßig gezündet werden, dann werden wohl alle fasziniert in den Nachthimmel blicken und das leuchtende Farbenspiel bewundern.

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