Service im Luftkurort : „Geschäfts“-Adresse in Plaus Mitte

In den nächsten Tagen  werden das Dach und die Außenanlagen hergerichtet
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In den nächsten Tagen werden das Dach und die Außenanlagen hergerichtet

Luftkurort hält für Einwohner wie Touristen ein Netz „stiller Örtchen“ vor / Am Markt wurde jetzt neue moderne Anlage aufgestellt

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12. November 2015, 19:28 Uhr

Plaus  jüngste Investition  ist nicht nur eine rein „geschäftliche“,  sie soll künftig auch das Stadtsäckel schonen. Als in den Nachbarstädten Lübz  und Goldberg die Karnevalsvereine die Rathausplätze okkupiert hielten, hatte in  Plau   schwere Technik ihren Auftritt: Auf der Stirnseite des Platzes und   nur einen halben Steinwurf  vom alten Toilettenhäuschen  entfernt wurde  an diesem 11.11.  eine neue  WC-Anlage aufgestellt. 11 Uhr 11, als in Lübz und Goldberg noch der „Bär steppte“ war hier alles längst erledigt. Antransport  des „Würfels“ morgens 6 Uhr, Abladen und mit Hilfe eines Autokrans auf das Fundament setzen 8.15 Uhr, Kranabbau  und Anschluss von Elektro und Trinkwasser  bis 10 Uhr  –  der  Aufbau   war zeitlich komplett durchgestylt, und er klappte wie am Schnürchen.  Frank Klaus, Landschaftsarchitekt und zuständiger Planer für dieses Projekt,  war zufrieden. „Fehlt  jetzt nur noch die Dacheindeckung, die Fertigstellung des Gehwegs und der Freianlagen zur Kirche  hin.“

Auch in der Plauer Stadtverwaltung hat man inzwischen verwunden, dass  sich der  Liefertermin des WC-Würfels mit kompletter Innenausstattung    und Vorinstallation  für die Versorgungsleitungen aus verschiedenen Gründen  weit nach hinten  verschoben hatte. „Wir  hatten  gehofft,  die neue  Anlage schon zur Saison in Betrieb nehmen zu können“, räumte  Bürgermeister Norbert Reier ein, war aber  wie der Planer  angesichts  der Ausführung überaus  zufrieden.  Fest steht jetzt  als nächster Termin der 4. Dezember. Bis dahin sollen alle o.g.  „Restarbeiten“  erledigt sein. Früher  noch, nämlich schon kommende Woche, soll  das alte „stille Örtchen“ abgebaut  werden, auch die   auf der Fläche  verbaute Klärgrube  verschwinden und  das Grundstück dann verkauft werden.

Die alte öffentliche Toilette   zwischen Markt und Kirchplatz durch eine neue zu ersetzen,   stand schon lange  auf der  Plauer  Agenda.  Weil es ohnehin Zeit für eine Modernisierung war,  „wir  mit der neuen Anlage aber auch das Areal an der Kirche gestalterisch aufwerten  können“, sagte Norbert Reier. Stach die alte Anlage an der Stirnseite des Platzes  bisher immer  ins Auge, fügt sich  die neue in die Bebauung ein. „Wert haben wir  auch auf eine stabile Ausführung gelegt“, sagt Reier  und erklärt warum. „In der Vergangenheit  hatten wir oft  Schäden  nach Vandalismus zu regulieren, was auf die Dauer natürlich teuer ist. Jetzt  haben wir zwar neu investiert, werden   aber wesentlich weniger Folgekosten  haben.“    Die sollten sich auch  noch weiter reduzieren, da bei Edelstahlausführungen der Aufwand für die Reinigung geringer ist.

 Natürlich hätte die  Stadt auch die Option gehabt,  das in die Jahre gekommene  Toilettenhäuschen ersatzlos abzureißen. „In einen Luftkurort gehört aber  ein Toilettenangebot,  denn immerhin haben wir nicht nur 6116 Einwohner,   übers Jahr  übernachten bei uns auch   467000 Besucher“, sagt Reier.  Neben der neuen Anlage im Herzen  der Stadt  kann  Plau  mittlerweile ein weit gestricktes Netz vorhalten: öffentliche  „stille Örtchen“   finden Einheimische wie Besucher mittlerweile   an der Badestelle Richtberg, an der Metow, am Schiffsanleger Seeluster Bucht, auf dem Zeltplatz und   demnächst  auch im Sky-Markt.

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