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Kommunalpolitik : „Gerüchten sofort den Zahn ziehen“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Lübz’ Bürgermeisterin Gudrun Stein appellierte auf der Gemeindevertretersitzung an die Bürger, bei der Flüchtlingsfrage sachlich zu bleiben.

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erstellt am 23.Okt.2015 | 12:00 Uhr

Hinsichtlich der Unterbringung von Flüchtlingen werden auch in Lübz Gerüchte gestreut, was Anzahl, Beginn und Orte betrifft. Darüber berichtete Bürgermeisterin Gudrun Stein auf der jüngsten Gemeindevertretersitzung am Mittwochabend. Zwei Schülern etwa, die sich daran ebenfalls eifrig beteiligten, habe sie „den Zahn gezogen“, angeblich wichtige Neuigkeiten zu wissen. „Wenn die beiden mir jetzt begegnen, fragen sie: ,Hallo Frau Stein, gibt es etwas Neues’?“, so die Verwaltungs-Chefin – eine Auskunft, die die Stadtvertreter bei allem Ernst des Themas zum Lachen brachte, weil sie auch Wandlung belegte. Es werde nicht gelingen, Gerüchte vollkommen zu beseitigen, aber jeder könne durch sein Verhalten dazu beitragen, wenigstens ein bisschen mit ihnen aufzuräumen.

Im Eingangsbereich des Lübzer Rathauses steht eine stählerne Gitterbox, in der man Kleider- und Spielzeugspenden ablegen kann. „Am ersten Tag passierte dort gar nichts und ich war misstrauisch“, berichtete Gudrun Stein. „Schon am Abend war die Box jedoch voll und wir mussten sie manchmal sogar mehrfach am Tag entleeren. Auch Geld wurde gespendet.“

Unabhängig davon, dass in Lübz gegenwärtig noch keine Flüchtlinge untergebracht sind, hätten zudem sowohl die Wohnungs- und Verwaltungs-GmbH Lübz (WVL) als auch Privatleute einige leere Wohnungen gemeldet. Nach aktuellen Informationen sei vorgesehen, Hilfesuchende künftig erst dann auf Gemeinden zu verteilen, wenn eine Aussicht auf Bleiberecht besteht.

Noch habe der Landkreis keine Mietverträge mit der WVL abgeschlossen. Wenn dies geschehe, werde Gudrun Stein die Öffentlichkeit allerdings sofort darüber informieren, weil sie um die Brisanz des Themas wisse.

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