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Fest mit Visionen : Generationen vereint unter der Erntekrone

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Gehlsbacher versammelten sich Samstag zu gemeinsamer Feier in Wahlstorf. Sie wollen an einem Konzept basteln, wohin sich die Gemeinde in den nächsten 15 Jahren entwickeln soll

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erstellt am 26.Sep.2016 | 12:00 Uhr

Wenn die Gemeinde Gehlsbach (mit den Ortsteilen Darß, Hof Karbow, Karbow, Quaßlin, Quaßliner Mühle, Sandkrug, Vietlübbe und Wahlstorf) Erntefest feiert, wird der Schauplatz buchstäblich zum Pilgerort. So auch wieder am Samstag. Zirka 20 Erntewagen, darunter auch Fahrräder und Pkw, sammelten sich um die Mittagszeit an der Milchviehanlage in Vietlübbe und starteten dann bei herrlichstem Sonnenschein ihre Tour durch fünf Ortsteile bis nach Wahlstorf. Derweilen füllte sich hier die Festwiese hinter der Gaststätte „Zur Ottoquelle“ zusehends mit ersten Gästen, die gemeinsam einen schönen Nachmittag verbringen wollten. Eine lange Kuchentafel mit Kaffee-Ecke, die von 19 Familien mit leckeren Eigenkreationen gedeckt wurde sowie Biertresen und Grilltheke der Hausherren schraubten den Wohlfühlfaktor hoch.

Eines machte dieses Erntefest im Vergleich zu manch anderen wieder besonders - hier (bzw. alle zwei Jahre in Vietlübbe) gab es ganz viele Angebote auch für Kinder. Und die funktionierten ganz ohne Hüpfburg. Reiten, Hufeisen- und Lassowerfen waren möglich. Dazu standen vor allem die kleinen Mädchen am Schminkstand von Lena Otte Schlange; es gab Luftgewehrschießen und Stangenklettern, Kegeln oder wahlweise auch mit der Kugel um die Wette laufen. Es brauchte nicht viel und dank der vielen Helfer des Kulturausschusses der Gemeinde, die die meisten Stände betreuten und der zwei Gemeindearbeiter, die im Vorfeld kräftig Hand angelegt hatten, wurde es den Lütten nicht langweilig. Für die Großen indes sei es wichtig gewesen, dass sie mal wieder zusammensitzen und plaudern konnten, sagt Bürgermeisterin Hanni Stolper.

Sie passe auf, dass das Fest nicht aus dem Ruder läuft, sagt die Ratschefin. Organisatorisch liefen die Festfäden jedoch bei Gudrun Jarchow zusammen. „Unsere Kulturausschussvorsitzende hat schon in der Vorbereitung des Festes immer gut zu tun“, sagt Hanni Stolper und verrät, dass es momentan Überlegungen gibt, das Erntefest im kommenden Jahr vielleicht einmal auszusetzen und stattdessen ein Dorffest in die Sommermonate zu legen. „Das würde allerdings deutlich teurer, weshalb wir Spendengelder einwerben müssten.“

Beim Käffchen erzählt die Bürgermeister auch von einer Konzeption, die die Gemeinde zügig erarbeiten möchte. Gehlsbach müsse sich darüber im Klaren werden, wohin es sich entwickeln möchte. „Sagen wir mal für die nächsten 15 Jahre“, sagt Hanni Stolper. „Die Frage ist nämlich, wollen wir, dass immer mehr Großstädter leerstehende Häuser als Zweitwohnsitz erwerben oder wollen wir nach Möglichkeiten suchen, wie wir bei jungen Familien Interesse wecken können.“

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