Auf See mit Kamin an Bord : Gemütliche Hommage an die Gäste

Seit drei Jahren bieten Katrin und Norbert Schönknecht ganzjährig Bootsausflüge auf dem Plauer See an. Neuestes Highlight auf der „Highlight“ sind winterliche Ausflüge mit gemütlichem Kaminfeuerchen an Bord. Fotos: Simone Herbst
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Seit drei Jahren bieten Katrin und Norbert Schönknecht ganzjährig Bootsausflüge auf dem Plauer See an. Neuestes Highlight auf der „Highlight“ sind winterliche Ausflüge mit gemütlichem Kaminfeuerchen an Bord. Fotos: Simone Herbst

Katrin und Norbert Schönknecht bieten ganzjährig Bootsausflüge auf dem Plauer See. Jetzt tourt ihre „Highlight“ sogar mit Kamin an Bord.

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20. Januar 2016, 12:00 Uhr

Vor neun Jahren kamen Katrin und Norbert Schönknecht nach Plau am See. Den Luftkurort mit so herrlich viel Wasser vor der „Tür“ hatten sie sich als Wahlheimat ausgesucht. Und als Alterssitz. Allerdings hatten sie vor ein paar Jahren beschlossen, dass das mit dem Sitzen im Alter noch Zeit hat.

Vielmehr legten sich die passionierten Wassersportler vor wenigen Jahren ein Bötchen zu. Kein Segelboot, sondern ein Motorboot mit großzügiger Kabine, das schon längere Zeit nicht mehr gelaufen war, investierten und bauten es zum Zwecke von Charterausflügen um. Die „Highlight“ ist 14 Meter lang, vier Meter breit und verfügt über Küche, Bar, Grillplatz, Toilette und Badeplattform für Gruppen bis zu 12 Personen.

„Seit Mai 2013 sind wir auf dem See unterwegs“, erzählt Norbert Schönknecht und macht keinen Hehl daraus, dass aller Anfang mühsam war. „Man kannte uns und unser Angebot noch nicht“, erinnert sich der gebürtige Ostberliner an die zermürbende Flaute. Doch schon im zweiten Jahr nahm der Betrieb deutlich an Fahrt auf. Die beiden „Jungunternehmer“ hatten Kontakte zu den Plauer Hotels, touristischen Einrichtungen und natürlich zur Touristinformation der Stadt geknüpft und zusätzlich rund um den Plauer See ihre Flyer verteilt. Das positive Feedback auf Inselfahrten, Erkundungstouren, Fahrten bei Mondschein, in den Bärenwald oder Überraschungsausflüge – wenn gewünscht immer mit Badestop, mit oder ohne Essen oder wahlweise auch mit Kaffeetafel an Bord – ließ nicht lange auf sich warten. Mundpropaganda und Buschfunk taten das Ihre. Gerade für Familienausflüge, Weihnachtsfeiern und Klassentreffen wird die „Highlight“ inzwischen gern und oft gebucht.

„Wir haben die unterschiedlichstes Ausflüge im Repertoire, sowohl was Ziele als auch Dauer der Touren betrifft“, wirbt Katrin Schönknecht für ihre Unternehmung. ‚Jedoch betonen wir immer, dass es lediglich Tourenvorschläge sind. Will der Kunde etwas anderes, machen wir ihm ein maßgeschneidertes Angebot.“ Dauer: Wenigstens ein bis zwei, maximal sechs Stunden. Die „Highlight“ ist aber auch zur Stelle, wenn Radfahrer sie rufen, weil sie samt Bikes übergesetzt werden wollen. „Oft sind es Fahrradtouristen, die ganz einfach den 54-Kilometer-Kanten rund um den See überschätzt hatten“, erinnert sich Katrin Schönknecht an die eine oder andere „Rettungsmission“.

Nach neun Jahren Plau, in denen der Ost- und die Westberlinerin immer die passionierten Segler blieben, die sie seit 40 Jahren sind, kennen sie den See wie ihre Westentasche und natürlich auch so manch außergewöhnliches Fleckchen am Ufer. „Dies macht es uns möglich, unsere Gäste überall abzuholen und überall hinzubringen“, sagt Norbert Schönknecht, „vorausgesetzt natürlich die Wassertiefe stimmt.“

Die Schönknechts fahren ganzjährig, was insbesondere für die Hotels vor Ort interessant ist. Premiere in diesem Winter hat ein neues Highlight auf der „Highlight“: „Wir haben einen Kamin installiert“, erzählt Norbert Schönknecht und präsentiert stolz den sicherheitstechnisch durchgeklügelten Ofen an Bord. Mollig warm macht der komfortable ausgestattete Ofen die Kajüte, während das Motorschiff direkt vor dem Fischerhaus an der Plauer Mole in der Sonne im Eis festliegt. „Auf die Idee mit dem Kamin kamen wir, weil Gäste mitunter klagten, ihnen sei zu kalt“, erzählt Katrin Schönknecht und kann das nur allzugut nachvollziehen. „Bei uns wird kein Gast mehr frieren“, freut sie sich. Dann schaut sie mit ihrem Mann auf die Elde, die mittlerweile unter 15 Zentimeter Eis begraben liegt: „Am 1. Januar haben wir die letzte Tour machen können. Jetzt ist die Elde dicht und der See bis fast zur Mitte zugefroren. Bis das weg ist, das kann dauern.“

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