Naturschutzstation eingeweiht : Gemeinsam für den Naturschutz

Günter Matschoß, stellvertretender Landrat und Gerhard-Cornelssen enthüllen das neue Namensschild der Naturschutzstation.  Fotos: Nadja Hoffmann
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Günter Matschoß, stellvertretender Landrat und Gerhard-Cornelssen enthüllen das neue Namensschild der Naturschutzstation. Fotos: Nadja Hoffmann

Durch die Hilfe zahlreicher Ehrenamtler, Spender und Sponsoren konnte das Gerhard-Cornelssen-Haus offiziell eingeweiht werden

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20. Juli 2014, 22:00 Uhr

Eine Schutzstation für Natur und Umwelt mitten in der Natur – eine bessere Voraussetzung könnte es für ein solches „Zentrum“ gar nicht geben. In Wooster Teerofen wurde ein solches Projekt nun umgesetzt, am Freitag ist das Gerhard-Cornelssen-Haus offiziellen eingeweiht worden.

Im August 2013 begannen die Sanierungsarbeiten an dem 140 Jahre altem Gebäude. Der Dachstuhl wurde erneuert, die Wände mit Lehm verkleidet und mit Hanf gedämmt und neue Holzfenster wurden eingesetzt. „Wir haben versucht, alles auf ökologischer Basis zu bauen“, erzählt Ralf Koch, Geschäftsführer des Fördervereins Naturpark Nossentiner/ Schwinzer Heide. Die Solaranlage auf dem Dach sorgt für warmes Wasser und eine Regenwassernutzungsanlage soll das Wasser für die Waschmaschine und die sanitären Einrichtungen liefern. Im Gebäude ist ein großer Seminarraum entstanden, zwei Arbeitszimmer sowie eine Küche. „Den Dachstuhl wollen wir noch ausbauen, um ihn als Schlaflager nutzen zu können“, so der Geschäftsführer. Hauptsächlich Kinder, Studenten und junge Wissenschaftler sollen das Zentrum für Naturschutz künftig nutzen. Dafür will sich auch der Namensgeber Gerhard Cornelssen mehr einsetzen. „Ich hoffe die Station trägt dazu bei, dass sich mehr Kinder und Jugendliche wieder für die Natur interessieren und nicht nur den gesamten Tag vor ihren Computern sitzen“, so Gerhard Cornelssen.

Nur mit zahlreicher Hilfe konnte das Sanierungsprojekt vom Förderverein Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide durchgeführt werden. Es gab viele Arbeitseinsätze im vergangenem Jahr, um die aus dem Jahr 1880 stammende Häuslerei zu sanieren. Durch die Unterstützung von Spenden und Sponsoren konnten auch die Kosten in Höhe von 190 000 Euro getragen werden. Unter anderem erhielt der Verein aus dem Leader-Fördermitteltopf einen Zuschuss in Höhe von 54 850 Euro, aber auch viele Privatpersonen halfen, die Naturschutzstation aufzubauen.

Das Gerhard-Cornelssen-Haus ist die bisher einzige Station im gesamten Landkreis Ludwigslust-Parchim, die praktischen Naturschutz betreiben wird. Schulen, Hochschulen und Universitäten sollen hier Lehrgänge und Workshops über Natur- und Artenschutz erhalten. „Wir versuchen auch wieder die Schulkinder mehr einzubeziehen und haben die Idee, die Junior Ranger ins Leben zu rufen“, erzählt Wulf Hahne, stellvertretender Vorsitzender vom Förderverein.

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