Wir in Gehlsbach : Den Sport auf dem Dorf fördern

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Der Turn- und Sportverein (TSV) Vietlübbe 1990 e.V. setzt auf das Ehrenamt

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02. November 2015, 06:00 Uhr

Mitten im Herzen von Vietlübbe liegt der Sportplatz des Turn- und Sportvereins (TSV) Vietlübbe 1990 e.V..  Freitagsabends herrscht hier Hochbetrieb. Denn dann ist Trainingszeit für die Fußballer.  Am Wochenende läuft der Spielbetrieb. „Darunter leidet der Platz“,  weiß der Vereinsvorsitzende Heinz-Dieter Bertram. In den Wintermonaten müssen die Sportler für den Trainingsbetrieb auf eine angemietete Sporthalle in Lübz ausweichen.

Gegründet wurde der Verein  1948  unter dem Namen Sportverein Vietlübbe, 1990 folgte aufgrund neuer festgesetzter Regularien schließlich die Umbenennung in TSV Vietlübbe. Der Verein zählt derzeit 151 Mitglieder, davon 43 Kinder und Jugendliche. Das jüngste Mitglied ist Julius Henke. Er erblickte am 19. Oktober diesen Jahres in Crivitz das Licht der Welt. Anderthalb Stunden nach der Geburt erfolgte die Anmeldung im Verein durch seine Eltern Tobias und Aline Henke. Ein Aushang  hängt neben den Mannschaftsfotos und Spielplänen im Schaukasten.

„Es ist einfach nur schön hier“, blickt  Betram auf das Gelände und fügt hinzu: „Ich wohne seit 30 Jahren hier und engagiere mich seitdem  für den Verein“.   Der Verein hängt ihm und den anderen Vorstandsmitgliedern  sehr am Herzen. Um diesen am Leben zu halten, setzt der TSV ausschließlich auf das Ehrenamt. „Wir bewirtschaften alles alleine“, sagt Bertram mit Stolz. Konkret bedeutet das von der Grünflächenpflege über die Spieltagsvorbereitung bis hin zu den Trainern. 

Der TSV stellt aktuell vier Fußballmannschaften, zwei Jugendmannschaften und zwei Herrenmannschaften. Letztere spielen in der Kreisoberliga sowie Kreisliga. Zudem gibt es noch eine Volleyballmannschaft und eine Cheerleadergruppe.

19 Institutionen aus der Region schmücken mit ihrer Werbung die Banden um den Sportplatz. Sie spenden Trikots oder Trainingsanzüge für die Sportler. Doch das reicht bei weitem nicht aus. „Wir wollen unsere Fußballer zu Profis machen und den Sport in den kleinen Dörfern fördern. Aber das können wir nicht, weil uns die finanzielle Förderung fehlt“, bedauert Bertram   das Schicksal kleiner Sportvereine und ihrer Mitglieder im Gespräch mit unserer Zeitung.

Aber an Aufgeben ist bei Heinz-Dieter Bertram  nicht zu denken. Auf die Frage, was den Verein ausmacht, antwortet er kurz und knapp: „Der Spaß“. So würden beim Training und an Spieltagen viele Eltern zum Platz kommen und ihre Kinder anfeuern. Oft haben sie dann  Kaffeekannen und belegte Brote dabei. Diese Form der Unterstützung bestätigt Bertram bei aller Herausforderung in seinem Tun für den TSV, wie er erzählt.  Auch Bürgermeisterin Hanni Stolper kennt die Probleme des Vereins: „Ohne die Familie Bertram würde der Verein nicht überleben“, sagt sie auf SVZ-Nachfrage.

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