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Wir in Dobbertin : Das Leben im „Dorf im Dorf“ gefällt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Vor einem halben Jahr sind Gisela und Gerhard Cornelssen nach Dobbertin gezogen

svz.de von
erstellt am 05.Okt.2015 | 12:00 Uhr

Die Tomatenpflanzen stehen vor der großen Terrassentür. Kleine rote Früchte hängen an den Sträuchern. Hier bekommen sie jeden Tag genügend Sonne ab – auch im Herbst oder dem derzeitigen Altweibersommer. Eine kleine Sitzgruppe – mit Tisch, Bank und Stühlen – ist ebenfalls neben dem Hauseingang zu finden. Liebevoll gestaltet ist der Vorgarten, hier muss einer wohnen, der die Natur und Umwelt zu schätzen weiß. Und das ist auch so. Denn hier wohnen Gisela und Gerhard Cornelssen. Hier im Dobbertiner „Dorf im Dorf“ lebt das Ehepaar jetzt seit gut einem halben Jahr. Und es gefällt. „Wir genießen die Vorteile. Es gibt eine Einkaufsmöglichkeit, einen Arzt, eine Bank. Die ganzen Möglichkeiten, die sich uns hier in Dobbertin bieten, sind von Vorteil“, sagt Gerhard Cornelssen, der für die Dobbertiner kein Unbekannter ist. War er doch viele Jahre lang Oberförster von Dobbertin, später Sandhof. Dort hat er gemeinsam mit seiner Frau Gisela gewohnt. 1700 Quadratmeter groß war das Grundstück, das Haus hatte 140. Jetzt haben sich die beiden sichtlich verkleinert, von einigem mussten sich die ehemaligen Sandhofer trennen. „Die Einschnitte taten nicht weh“, sagt Gerhard Cornelssen. „Wenn man das eine will, muss man das andere mögen“, wirft seine Ehefrau hinterher. Und so haben die beiden gemeinsam entschieden, von ihrer Sandhofer Insel – unweit des Waldes – nach Dobbertin zu ziehen.

Gerhard Cornelssen wird im kommenden Monat 92 Jahre alt, seine Frau ist 90 Jahre alt. Ebenerdig sollte das neue Heim werden. „Schon vor vier Jahren, als Horst Tober das Projekt vorgestellt hatte, wollte meine Frau hierher ziehen. Doch ich habe mich erst vor zwei Jahren dazu entschließen können“, verrät der Oberförster a.D.

„Dorf im Dorf“ – Leben auf dem Land, auch im Alter. Senioren- und behindertengerecht, darauf zielt das Pilotprojekt, das auch vom Land unterstützt und finanziell gefördert wird, ab. Doch hier und da hakt es noch. Es sind Kleinigkeiten, um die es geht. Doch Bürgermeister Dirk Mittelstädt hat immer ein offenes Ohr – eigentlich zwei – für seine Neu-Dobbertiner. „Wir können ihn jederzeit anrufen. Er hat immer eine Heidengeduld – das gibt es nicht oft“, lobt Gerhard Cornelssen. Ein weiterer ganz wichtiger Ansprechpartner für die Mieter von „Dorf im Dorf“ ist Projektinitiator und Ideengeber Horst Tober. Ehrenamtlich, versteht sich.

Ein weites Feld schließt sich hinter dem Grundstück und das Haus an. Der Wald ist nicht mehr fußläufig zu erreichen. Das fehlt Gerhard Cornelssen ein wenig. Sein ehemaliger Beruf hat ebenfalls Einzug in die neue Wohnung gehalten. Hier und da sind Geweihe zu finden. Auch an der Garderobe. Nichts Modernes, sondern Kleiderhaken aus der Natur, vielmehr der Tierwelt. Ein Stück Sandhof haben die beiden mit nach Dobbertin genommen – ins „Dorf im Dorf“.

 

 

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