zur Navigation springen

Wir in Barnin : Bei ihnen kommt das Dorf zusammen

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Birgit und Aldor von Wolfframsdorff gehören zum kulturellen Zentrum in Barnin

von
erstellt am 08.Mai.2016 | 20:14 Uhr

Abends am Stammtisch ein Bierchen trinken, mit den Nachbarn einen Plausch halten und die Dinge des Tages Revue passieren lassen. Lange ist es her, dass so der Abend bei Aldor von Wolfframsdorff aussah. Doch der Wirt der Barniner Gaststätte hat trotzdem durchgehalten. Auch wenn sich die Gewohnheiten seiner Gäste in den vergangenen 25 Jahren stark geändert haben, „kieken sie in“, die Barniner. Denn die Gaststätte am Dorfrand hat sich einen Kultstatus erarbeitet – vielleicht auch bekommen. Aldor von Wolfframsdorff und seine Frau Birgit betreiben seit 1985 die Barniner Gaststätte „Kiek in“ und tragen nicht nur so einen Teil zum kulturellen Leben in der Gemeinde bei. Ab 1991 stand von Wolfframsdorff viele Jahre an der Spitze des Barniner Kulturvereins. Mittlerweile hat er den Platz des Stellvertreters eingenommen. „Das war dann doch ein bisschen zu viel“, gesteht der gebürtige Crivitzer. Immerhin seien es bis zu 40 Veranstaltungen gewesen, die der 100 Mitglieder starke Verein im Laufe eines Jahres auf die Beine gestellt hatte. „Jetzt sind es immer zwischen 20 und 15. Reicht völlig aus“, wirft er ein. Der Wirt sorgt dafür, dass die Informationen auch zu den Leuten kommen. „220 Handzettel werden gedruckt, da steht das Programm für den ganzen Monat drauf“, sagt von Wolfframsdorff und klopft auf einen Stapel Papierblätter. Sie werden immer in der letzten Woche des Vormonats von fleißigen Helferinnen aus dem Verein an die Barniner verteilt.

Doch nicht nur die Informationspolitik des Vereins ist sein Steckenpferd. Gern kommen die Mitglieder auch in seinen Räumlichkeiten zusammen. „Für die Veranstaltungen des Vereins nehme ich selbstverständlich keine Saalmiete“, betont der Wirt.

Aber eben nicht nur die Vereinsveranstaltungen füllen den Saal. „Wer hier im Ort etwas Größeres zu feiern hat, der kommt zu uns. Ob nun Hochzeit, Taufe oder Geburtstag“, erklärt Aldor von Wolfframsdorff. Und auch selbst lässt er sich einiges einfallen, um Gäste zu locken. So sind beispielsweise seine Bockbier-Abende oder der Brunch rund um die Weihnachtsfeiertage schon immer Monate im Voraus ausverkauft. „Und wer gern gut essen will, kommt sogar aus Schwerin hier zu uns. Einen Tisch am Wochenende zu bekommen, ist an manchen Tagen nicht so leicht“, sagt er mit einem Augenzwinkern.

Den Schritt, nach Barnin zu gehen, haben die von Wolfframsdorffs nie wirklich bereut. „Es gibt immer mal ein Auf und Ab – doch wir meistern das. Schließlich ist das eine lebendige Gemeinde“, sagt der Gastwirt, der auch noch in anderen Vereinen aktiv ist.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen