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Parchimer Gefahrgutzug absolvierte Ausbildungstag : Gegen schwere Unfälle gewappnet

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Am Sonnabend absolvierten die Kameraden aus den Feuerwehren der Region Parchim, die zum Gefahrgutzug des Landkreises gehören, einen Ausbildungstag, an dem auch der Sanitäts- und Betreuungszug des DRK teilnahm.

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erstellt am 21.Apr.2013 | 06:38 Uhr

Dargelütz | "Auch wenn die schweren Unfälle mit Gefahrgut selten sind, so können diese jederzeit auftreten und da müssen wir gewappnet sein." Mit diesen Worten begrüßte Verbandswehrführer Dietmar Arendt die Kameraden aus den Feuerwehren der Region Parchim, die zum Gefahrgutzug des Landkreises gehören. Am Sonnabend absolvierten sie einen mehrstündigen Ausbildungstag, an dem auch der Sanitäts- und Betreuungszug des DRK teilnahm.

An drei Stationen, die im Wechsel von den Gruppen aufgesucht wurden, ging es um den Aufbau und die Benutzung von Dekontaminationseinrichtungen, um einen großen Wasserspeicher sowie um das Auffangen von ausgelaufenen Flüssigkeiten und das Abdichten leckgeschlagener Tanks. Auch wenn das Grundwissen in den Wehren bekannt ist, so ging es hier um die weitere Vervollkommnung der Handgriffe und "vor allem auch um das Zusammenwirken der unterschiedlichen Einsatzkräfte", erklärt der stellvertretende Zugführer Enrico Bill. Denn in großen Gefahrensituationen werden die Kameraden nach der Einsatzlage und den Möglichkeiten vor Ort eingesetzt, unabhängig von der Wehrzugehörigkeit und Technik.

Während sich eine Gruppe mit dem Aufbau einer mobilen Dekontaminationsanlage für Fahrzeuge und Geräte befasste, die noch relativ neu ist, wurde nebenan ein riesiger Behälter aufgebaut. Angesichts der Größe wünschte sich mancher, solch einen als Swimmingpool in seinem Garten zu haben. Doch hier dient der 50 Kubikmeter Wasser fassende Behälter als Pufferspeicher für Löschwasser bei Einsätzen im Gelände. "Bei einer Einsatzwaldbrandübung im Brandenburgischen haben aus solchen Behältern die Hubschrauber ihre Außenlastbehälter gefüllt. Der Puffer selbst wurde mittels Pendelverkehr durch Tanklöschfahrzeuge gefüllt", berichtet Wolfgang Bill von der Suckower Wehr, der ebenfalls dabei war.

An einer weiteren Station konnte am Übungsanhänger der Landesschule für Brand- und Katastrophenschutz Mecklenburg-Vorpommern in Malchow realitätsnah das Abdichten unterschiedlicher leckgeschlagener Tanks geprobt werden. Natürlich unter den Bedingungen des Tragens der entsprechenden Ausrüstung wie Atemschutz und Chemieschutzanzüge. Nach derartigen Einsätzen bedarf es auch der Reinigung dieser Anzüge und das wurde in einer mobilen Dekontaminationseinrichtung vollzogen.

Zwei Mal im Jahr findet ein derartiger Ausbildungstag statt. Diesmal waren auch Führungskräfte des Gefahrgutzuges der Region Ludwigslust als Beobachter in Dargelütz. Parchims Zugführer Kay Marckwardt und sein Stellvertreter Bill stellten das Parchimer Konzept vor und es kam zu interessanten Gesprächen. "Bei uns liegen die Schwerpunkte etwas anders, was natürlich ist. Aber im Landkreis arbeiten wir gut und kameradschaftlich zusammen und tauschen uns aus", sagt der Ludwigsluster Zugführer Mario Hillger. Und Gefahrenpotential ist im Landkreis schon vorhanden, etwa das große Gewerbegebiet bei Wittenburg an der A 24, die Autobahn selbst mit den vielen Gefahrguttransporten zwischen Berlin und Hamburg, die Elbe mit dem möglichen Hochwasser und der Flughafen Parchim.

Auf letzterem waren alle Beteiligten am Sonnabendnachmittag, um sich hier mit den Örtlichkeiten vertraut zu machen. So wurden die Frachthalle und auch das Tanklager besichtigt und die Flughafenfeuerwehr - betrieben von der Parchim Wacht - zeigte ihre Technik.

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