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Erste Erkenntnisse zum Hauseinsturz : Gasexplosion verursachte das Drama von Lübz

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Eine Gasexplosion war die Ursache für den Einsturz des Hauses in der Lübzer Schützenstraße. Wie genau es zu dem Drama kommen konnte, ist noch offen. Sicher ist, dass die Stadtwerke keine Schuld tragen.

svz.de von
erstellt am 26.Jun.2013 | 05:04 Uhr

Lübz | Eine Gasexplosion war die Ursache für den Einsturz des Hauses Nummer 6 in der Lübzer Schützenstraße. Das ist der aktuelle Stand der Ermittlungen der Polizei von gestern Nachmittag. Wie konnte es aber zu dem Drama kommen? Das bleibt weiterhin offen. Experten ermitteln fieberhaft. Eine Polizeisprecherin erklärte aber: "Die Stadtwerke sind unschuldig."

Am späten Montagabend war das Wohngebäude wie ein Kartenhaus in sich zusammengefallen (SVZ berichtete). Ein Rumäne, einer der Bewohner, liegt weiterhin mit schlimmen Verbrennungen in einer Lübecker Spezialklinik. Nach dem Wissen der Lübzer Bürgermeisterin Gudrun Stein ist dessen leicht verletzter rumänischer Landsmann inzwischen wieder aus dem Krankenhaus Parchim entlassen worden.

In der Lübzer Schützenstraße beherrschen danach Bauleute, Kriminaltechniker, Statiker und andere Spezialisten das Feld. Stück um Stück und mit Hilfe schwerer Technik wird der Schutt des zusammengefallenen Hauses beiseite geschafft und gleich sortiert. Kriminalisten suchen nach Spuren. Die Straße selbst, die nach dem Zusammenbruch des Gebäudes ebenfalls vom Schutt bedeckt war, ist wieder befahrbar, der Gehweg um das Nachbarhaus Nummer 7 dagegen gesperrt. Das passierte auf Weisung des Statikers, sagte die r Bürgermeisterin am Mittwoch. Dieser zweiten Teil des Doppelhauses machte von außen für viele Lübzer schon immer den Eindruck, dass er marode ist und zusammenstürzen könnte. Anders als die äußerlich solide wirkende, aber jetzt zusammengestürzte Nummer 6. Jetzt fehlt aber Nummer 7 offenbar der Halt durch die Wand des zusammengestürzten Hauses.

Schwer betroffen von dem Einsturz waren auch die Anwohner des Hauses auf der anderen Seite, in Nummer 5. Die Statik dieses Gebäudes scheint nach derzeitigem Stand in Ordnung. Dafür gab es Schäden auf der Hofseite, auch an mindestens einem der dort abgestellten Privat-Pkw. Zudem begruben die Schuttmassen die Eingangstür, so dass die Bewohner nur noch durch das Fenster in ihr Zuhause einsteigen konnten. Auch war Haus Nummer 5 seit der Unglücksnacht ohne Gas und Strom. Die Versorgung war getrennt worden, weil sich dieses mit dem Unglücksgebäude Nummer 6 den Hausanschluss geteilt hatte, erfuhr SVZ von Gudrun Stein.

Mitarbeiter der Lübzer Stadtwerke begannen gestern Morgen mit der Wiederherstellung der Versorgung für Nummer 5.

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