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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

19. November 2017 | 06:19 Uhr

20 Fragen an : Fußballer mit Musiker-Qualitäten

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Der 30-jährige Goldberger Hans Winter ist in der Mildenitzstadt vor allem wegen der Musikszene bekannt.

svz.de von
erstellt am 18.Dez.2015 | 16:08 Uhr

Hans Winter ist in Goldberg bekannt, vor allem wegen der Musikszene, die es in der Mildenitzstadt seit vielen Jahren gibt. Neben der Musik, „in die er so reingerutscht ist, bestimmt vor allem seit Kindertagen der Fußball die Freizeit des 30-Jährigen. Zweimal in der Woche wird trainiert, am Wochenende gespielt. „Alle meine Hobbys verbinde ich mit meiner Heimatstadt Goldberg. Hier lebe ich seit 30 Jahren“, sagt er. Seit vielen Jahren ist er festes Mitglied der Band „Um Himmels Willen“. Gemeinsam mit Manuel Schwab organisiert er jedes Jahr das Musikfestival Amtsrock. An seinem freien Tag nahm er sich jetzt die Zeit, SVZ-Volontärin Wibke Niemeyer die 20 Fragen zum Wochenende zu beantworten.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz in der Region?

Hans Winter: In Goldberg. Hier gibt es so viele schöne Orte, dass es schwer ist, einen konkreten Lieblingsplatz zu nennen. Gerne bin ich im Proberaum in der Burg oder auf dem Sportplatz.

Wären Sie Bürgermeister, was würden Sie sofort verändern?

Das ist eine ganz schwierige Frage. Aber ich würde mich dafür einsetzen, dass sich jeder Goldberger Bürger in einem Verein engagiert, um so Verantwortung für die Stadt zu tragen. Man braucht dafür kein Talent, sondern muss einfach den ersten Schritt machen.

Wo kann man Sie in der Region am ehesten antreffen?

Am ehesten auf der Arbeit im Kloster Dobbertin. Wenn es die Schicht zulässt, dann auf dem Sportplatz oder in der Burg.

Was wollten Sie als Kind werden?

Soweit ich mich erinnern kann, wollte ich als erstes Bräutigam werden. Im Kindergarten haben wir damals Heiraten gespielt.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient und wofür haben Sie es ausgegeben?

In der Schulzeit habe ich in den Ferien bei Sport Plagemann gearbeitet. Hier habe ich die Ware ausgepackt, sortiert und das Lager aufgeräumt. Das Geld habe ich dann für Kaugummis ausgegeben, ohne geht bei mir nichts.

Was würden Sie gerne können?

Singen, denn das finde ich wichtiger als ein Instrument zu spielen. Leider bin ich ein furchtbar schlechter Sänger. Nicht mal alleine unter der Dusche traue ich mich.

Was stört Sie an anderen?

Wenn Menschen nicht in der Lage sind, Empathie zu zeigen.

Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?

Ich lache sehr viel und gerne, bin ein lebensfroher Mensch. Zum letzten Mal herzlich lachen musste ich beim Derby gegen den Lübzer Sportverein. Es stand lange 0:0. Kurz vor Schluss gab es dann eine slapstickartig vergebene Großchance vom Lübzer Spieler André Ohlrich. Ich stand hinter dem Tor und habe es aus nächster Nähe gesehen. Da konnte ich das Lachen nicht zurückhalten.

Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?

Ich habe André Ohlrich nach dem Spiel zu der vergebenen Großchance gratuliert. Ich bin kein Fan von Schadenfreude, aber das konnte ich nicht lassen. Er hat auch mit Spaß reagiert.

Wer ist Ihr persönlicher Held?

Als Kind war es MacGyver aus der gleichnamigen Fernsehserie. Die Serie habe ich geliebt. Als Erwachsener ist jeder Mensch für mich ein persönlicher Held, der sich ohne eigene Belange für andere einsetzt. Solche Menschen braucht man im Alltag.

Welches Buch lesen Sie gerade?

Ich lese mehrere Bücher gleichzeitig. Je nach Tagesform entscheide ich, welches ich weiterlese. Zuletzt hatte ich „Ein Mann namens Ove“ von Fredric Backman in der Hand. Seit Längerem kämpfe ich auch mit einem englischsprachigem und einem theologischen Buch.

Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?

Seit 1994 habe ich noch nie ein WM-Finale verpasst. Der Fernseher läuft relativ oft bei mir zuhause, aber eher nebenbei denn gezielt.

Wo trifft man Sie eher: Auf dem Fußballplatz oder bei einer Sportübertragung vor dem Fernseher?

Ich spiele tausendmal lieber Fußball auf dem Platz als dass ich es mir am Fernsehen anschaue. Leider schaffe ich das in der Woche nur ein bis zwei Mal.

Wen würden Sie gerne mal treffen?

Einen Ton beim Singen.

Was kommt bei Ihnen auf den Tisch?

Seit etwa zwei, drei Monaten weniger Fleisch und Wurst, stattdessen eher Käse, Quark und Fisch. Ich hatte die Wurst satt. Im Kühlschrank habe ich immer zwei Flaschen kaltes Bier – eine für mich und eine für spontane Gäste.

Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?

Ich habe bei meinen Erinnerungen keine Nummer 1. Aber wenn es um Musik geht, denke ich gerne an „Gimme Shelter“ von den Rolling Stones, gespielt von Jugendlichen in der Goldberger Kirche. Wenn ich an den Auftritt denke, bekomme ich heute noch Gänsehaut.

An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne, und von wem haben Sie es bekommen?

Eine schwarze, sauteure Lederjacke. Die habe ich zum 26. Geburtstag von Freunden geschenkt bekommen. Es stellte sich aber heraus, dass die Jacke versehentlich nach einer Party von der Garderobe mitgenommen wurde und so musste ich sie wieder zurückgeben.

Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?

Einmal mit der transsibirischen Eisenbahn fahren.

Was werden Sie als Rentner machen?

Das ist noch so weit weg. Ich hoffe, dass ich immer noch Musik mache und wenn es der Körper noch zulässt, Fußball spiele.

Wem sollten wir ebenfalls diese Fragen stellen?

André Ohlrich vom Lübzer Sportverein und Jonny Mehnert, ehrenamtlicher Organist in unserer Kirchengemeinde. Er ist einer der herzlichsten Menschen, die ich kenne.

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